Hegering schafft Lebensraum

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Apfel, Pflaume, Kirsche, Eberesche, Holunder, Rose, Weißdorn und Schneeball – daraus besteht die im Herbst 2014 angepflanzte Hecke des Hegerings in Buschhausen. Jürgen Schmidt, Mark Holthaus und Reinhard Budde begutachteten die Entwicklung.

Halver - Neuen Lebensraum für Tiere schaffen – das ist ein Ziel der Arbeit des Hegerings Halver. In Buschhausen haben Mitglieder des Vereins im Herbst 2014 eine Hecke angepflanzt.

Am Donnerstag begutachteten Jürgen Schmidt, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, Mark Holthaus, Obmann für Biotop-Hege, und Reinhard Budde, Vertreter des Reviers Buschhausen, die Entwicklung der Pflanzen. 

100 Meter lang ist die dreireihige Hecke. „In der Mitte befindet sich die Kernzone“, erklärt Holthaus. Dort befinden sich fruchttragende Bäume wie Apfel, Pflaume, Kirche und Eberesche. Die Mantel- oder Saumzone, also die äußeren Reihen, bilden Weißdorn, Holunder, Schneeball und Rose. „Die Hecke ist nicht durchgehend, sie ist in drei Stücke geteilt“, sagt Holthaus. 

Zwei wichtige Faktoren spielen bei den Biotop-Maßnahmen des Hegerings eine Rolle: Lebensraum für Nieder- und Hochwild werde geschaffen, zusätzlich diene die Hecke als Nahrungsquelle. „Es profitieren alle davon.“ Die Hecke in Buschhausen befindet sich an einer Fläche, die nicht bejagt wird. 

Naturschutzbehörde bezuschusst Maßnahmen

Finanziert werden die Biotop-Maßnahmen unter anderem durch Zuschüsse der Naturschutzbehörde NRW. Für mehrere Anpflanzungen – darunter die in Buschhausen, eine Hecke in Kückelhausen und eine Streuobstwiese mit etwa 20 Bäumen – habe der Hegering laut Holthaus etwa 3000 Euro bekommen. Budde schätzt, dass die Hecke aus dem Jahr 2014 in rund fünf Jahren dicht gewachsen sei. Bis dahin kümmern sich die Mitglieder regelmäßig um die Pflege der Pflanzen.

 „Mit solchen Maßnahmen steuern wir gegen die immer intensivere Landwirtschaft und zunehmende Bebauung“, sind sich die drei Hegering-Mitglieder einig. Doch das sei nicht immer so einfach: Häufig seien die Grundbesitzer oder Landwirte gegen die Biotop-Pflege, sagt Schmidt. Schattenbildung durch Bäume und Hecken sei bei den Bauern nicht gerne gesehen. Auch an der Größe des Feldes ändere sich durch eine Anpflanzung etwas. In Buschhausen hat das Ehepaar Rosiepen die Anpflanzung der Hecke ermöglicht. 

Für seine Arbeit erhielt der Hegering auf dem Landesjägertag 2016 in Schmallenberg die Naturschutzplakette des Landesjagdverbands. Der Vorstand plant weitere Maßnahmen, so zum Beispiel die Renaturierung eines Teichs.

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