Kämmerer-Nachfolge

Headhunter sucht neuen Beigeordneten für Stadt im MK

Das Rathaus in Halver
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Der Rat der Stadt Halver hat über die Ausschreibung entschieden.

Für den Kämmerer Markus Tempelmann in Halver hat die Suche nach einem Nachfolger begonnen. Auch die Entscheidung über die Art der Ausschreibung ist gefallen.

Halver – Die Suche nach einem neuen Kämmerer und Beigeordneten hat begonnen. Das bestätigt auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers Bürgermeister Michael Brosch. Der 52-jährige Beigeordnete und Kämmerer Markus Tempelmann scheidet zum Jahresende aus und tritt eine neue Stelle als Kämmerer der Stadt Paderborn an.

Wie der Halveraner Stadtrat in seiner vergangenen Sitzung Ende September mehrheitlich beschloss, umfasst die Stellenausschreibung exakt den jetzigen Arbeitsbereich Tempelmanns – statt eines Laufbahnbeamten wird wieder ein Wahlbeamter als Beigeordneter gesucht. Der Fachbereich Zentrale Dienste und Finanzen sowie das Sachgebiet Bauleitplanung sind der Stelle zugeordnet. Weiter Tätigkeiten der Wirtschaftsförderung, des Grundstücksmanagements sowie nebenamtlich die Geschäftsführung der Stadtwerke Halver und der Sitz im Aufsichtsrat der Mark-E. Ob die Position aufgewertet wird, ist öffentlich bislang nicht bekannt. Tempelmanns Stelle war zuletzt laut Haushaltsplan mit A15 bewertet.

21 Ja-Stimmen und 14 Gegenstimmen

Politisch war die Entscheidung strittig: Mehrheitlich war die Entscheidung mit 21 Ja-Stimmen und 14 Gegenstimmen, die ausschließlich aus der SPD-Fraktion kamen – auch der Bürgermeister stimmte dagegen. Die Sozialdemokraten plädierten dafür, die Stelle des Kämmerers nicht wieder mit einem Wahlbeamten zu besetzen. „Wir brauchen keinen zweiten Bürgermeister“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Kastner. 2008 wurde Markus Tempelmann Kämmerer in Halver, 2019 wurde er nachträglich für acht Jahre zum Beigeordneten gewählt. Im Jahr darauf trat er – unterstützt von CDU, Grünen, UWG und FDP – als Bürgermeister-Kandidat gegen Michael Brosch an und verlor haushoch gegen den Amtsinhaber.

Auch die neue Position im Amt des Kämmerers hätte nachträglich verändert werden können, hieß es aus der SPD. Wie Michael Brosch sagt, entscheide die Mehrheit und der Auftrag sei klar. „Jetzt geht es darum, ein gutes Ergebnis zu erzielen.“ Halver bleibt mit der Festlegung für einen Beigeordneten die einzige Kommune vergleichbarer Größe im Südkreis, die sich einen Wahlbeamten neben dem Bürgermeister leistet.

Mehrere Unternehmen angefragt

In einer E-Mail von Dienstag wurden die Fraktionsvorsitzenden sowie der Bürgermeister und Kämmerer Markus Tempelmann von Katrin Serke, zuständig für Personalangelegenheiten im Halveraner Rathaus, darüber informiert, dass ein Personalberatungsunternehmen mit der Suche nach einem Nachfolger beauftragt wurde. Mehrere Unternehmen wurden angefragt, erklärt Brosch, entschieden hat man sich für das Bonner Büro ZFM (Zentrum für Management- und Personalberatung Edmund Mastiaux und Partner). Wie das Headhunter-Büro von sich selbst schreibt, weist es insbesondere im Bereich des öffentlichen Sektors und der öffentlichen Verwaltung nachweisbare Erfolge und entsprechende Referenzen vor. Aufgrund ihrer Spezialisierung sowie einer gezielten Direktansprache fänden sie im Auftrag passende Bewerber.

Hauptamtliche Beigeordnete sind kommunale Wahlbeamte. Sie werden von den kommunalen Parlamenten für acht Jahre gewählt. In kreisfreien Städten muss ein Beigeordneter als Stadtkämmerer bestellt werden.

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