Mit Kind unterwegs: Polizei warnt vor Bettlerin

HALVER ▪ Wer nicht zahlen wollte, wurde beschimpft: Wie die Polizei am Mittwoch auf Anfrage bestätigte, war am Dienstagnachmittag eine Hausiererin am Wagnerring auf schnelles Geld aus.

Nach AA-Informationen muss die Frau jedoch im gesamten westlichen Stadtteil unterwegs gewesen sein: Entsprechende Hinweise liegen der Redaktion aus der Leserschaft vor.

Demnach soll die Hausiererin mit einem etwa fünf- bis sechsjährigen Jungen von Haus zu Haus gezogen sein, um die Anwohner auf ihre vermeintliche Notlage hinzuweisen. Da sie offenbar der deutschen Sprache nicht mächtig ist, bat sie schriftlich auf einem laminierten DinA4-Zettel um Spenden. Darauf wies sie auf die andauernden Regenfälle im Juli hin, die ihr Heim zerstört hätten, so dass sie mit ihren vier Kindern nun absolut mittellos dastünde. Wie eine AA-Leserin berichtet, habe sich die Frau nur schwer abwimmeln lassen – als sie dann doch von dannen zog, habe sie in fremder Sprache noch einige, wohl weniger freundliche Worte verloren.

Wie Polizei-Pressesprecher Norbert Pusch erklärte, habe aber nur ein Bewohner den Fall gemeldet. „Man sollte sich nicht scheuen, uns anzurufen“, so Pusch. Auf keinen Fall sollte man unbekannte Personen ins Haus lassen. Der bekannte Vorfall am Wagnerring genügte freilich, um einen Einsatzwagen zum „Tatort“ zu schicken. Allerdings seien die verdächtigen Personen auch nach längerer Suche nicht angetroffen worden. In der Folge sei die Polizei in diesem Bereich aber vermehrt Streife gefahren. ▪ Frank Zacharias

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