Haushalt für Halver 2021: Einstimmiges Votum im Rat für das Zahlenwerk bis 2024

„Die schwarzen Zahlen sind da“

Der städtische Haushalt schließt mit schwarzen Zahlen.
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Der städtische Haushalt schließt mit schwarzen Zahlen.

„Die schwarzen Zahlen sind da.“ Mit dieser Botschaft konnte Kämmerer Markus Tempelmann am Montagabend vor den Rat treten. Das höchste Gremium der Stadt konnte damit einstimmig einen Haushaltsplan verabschieden, der für dieses und für die Folgejahre ein leichtes Plus aufweist.

Halver - Der Plan ist damit genehmigungsfähig durch den Regierungspräsidenten in Arnsberg und Grundlage für ein Investitionsprogramm der Stadt in nie da gewesener Höhe von mehr als 21 Millionen Euro. Ziel von Politik und Verwaltung ist es, mit dem eigenen Investitionsprogramm antizyklisch in der Corona-Krise zu investieren.

Für das laufende Jahr steht in der Ergebnisrechnung ein Betrag von rund 533 000 Euro, für 2022 ist mit Kenntnisstand von jetzt ein dünnes Plus von 24 000 Euro vorgesehen. 2023 sieht es mit knapp 50 000 Euro nicht viel besser aus, und auch 2024 stehen in der Finanzplanung etwa 58 000 Euro als positives Jahresergebnis.

Erträge aufgelöst

Im Wesentlichen sind es die Auflösungen von Erträgen, die in 2020 hatten gebildet werden können und die jetzt in die Rechnung der kommenden Jahre einfließen. Allein für 2022 bedeuten diese Positionen einen Mehrertrag von 370 000 Euro aus der Ausgleichsrücklage und weitere 500 000 Euro aus der Rückstellung für die Kreisumlage, die mit fast 10 Millionen Euro größter Posten auf der Ausgabenseite bleibt.

Um rund 300 000 Euro wird sie dabei bereits verringert durch die „Isolierung“ der Corona-Kosten, die nun auch der Kreis vornimmt und so den Mehraufwand in die Zukunft schieben kann.

Kürzungen überschaubar

Hausintern ist die Liste der Kürzungen überschaubar. In diesem Jahr sind es 40 000 Euro, die sich auf der Sparliste finden, verteilt auf Portokosten, Strom, Straßenbeleuchtung oder die Unterhaltung von Anlagen.

Einnahmeseitig hat Tempelmann übers Wochenende einige Erwartungen nach oben korrigiert. Das betrifft Mehreinnahmen bei der Grundsteuer von 50 000 Euro und Gewinnerwartungen aus den Anteilen der Stadt an der Enervie (plus 30 000 Euro) und den eigenen Stadtwerken (plus 10 000 Euro).

Nach einem zunächst unübersichtlichen Abstimmungsverhalten der Fraktionen, zum Teil Gegenstimmen und zahlreichen Enthaltungen hatte sich das Votum des Rates bereits in der vergangenen Woche im Hauptausschuss abgezeichnet. Dort passierte der zu diesem Zeitpunkt noch nicht genehmigungsfähige Entwurf einstimmig das Gremium – unter dem Vorbehalt, den rechnerischen Ausgleich auch für die Folgejahre bis zur Ratssitzung am Montag darzustellen.

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