Viel internationales Flair

Wie hier beim Auftritt von „A Traitor like Judas“ feierten die Festivalbesucher durchgehend ausgelassen – inklusive „Stagediving“.

Halver - Eine wahrlich internationale Festival-Atmosphäre, weit mehr als 1000 Besucher aus vielen Teilen Europas und ein international bekannter Headliner, der die Stimmung richtig anheizte: Viel besser hätte die Premiere des „Hardcore Help Foundation Summerfests“ am Samstag im Rathauspark kaum über die Bühne gehen können.

Mit einer derart guten Resonanz auf den inoffiziellen Nachfolger des „Midsummer Open Air“ hatten selbst die Veranstalter der Hardcore Help Foundation aus Lüdenscheid nicht gerechnet. „Wir wären schon zufrieden, wenn 500 bis 600 Besucher das Festival annehmen würden“, hatte Enrico Huntjens, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins und Cheforganisator des Festivals, noch zu Beginn des Tages gesagt.

Dass diese Erwartungen deutlich übertroffen werden sollten, deutete sich schon früh an. Bereits bei der Eröffnung durch die Braunschweiger Band „Overcome“, die Hardcore mit einer Mischung aus Sounds der 1980er- und 1990er-Jahre spielte, und „City to City“ hatten sich rund 200 Besucher auf dem Gelände am Rathauspark eingefunden. Am Ende strömten weit mehr als 1000 Besucher aus Halver, ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Tschechien und Spanien auf das Gelände.

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Richtig voll wurde es beim Auftritt der Headliner von „Stick to your Guns“. Die Kalifornier, die es mit ihren Alben und Singles bis in die US-Top 100-Charts geschafft hatten und unter anderem zwei Mal bei der „Vans Warp Tour“ in Las Vegas auftraten, machten im Rahmen ihrer aktuellen Europa-Tour zwischen Auftritten in Prolsdorf bei Bamberg und Genk (Belgien) einen Stopp in Halver. Alleine der rund 45-minütige, lautstarke Auftritt der US-Rocker lockte mehr als 800 Musikfans an. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Gelegenheit haben, die Hardcore Help Foundation und ihre tolle Arbeit mit unserem Auftritt bei ihrem ersten Festival zu unterstützen. Dafür nehmen wir auch gerne ein wenig Terminstress in Kauf“, sagte Frontmann Jesse Barnett, der nach dem Auftritt trotz Zeitdrucks noch Autogramme verteilte und sich mit den Fans fotografieren ließ. Wie alle anderen Bands, verzichteten auch „Stick to your Guns“ auf ein Honorar, um die Erlöse des Festivals, die komplett den Projekten des Vereins (unter anderem in Kenia) zu Gute kommen, zu unterstützen.

Neben den Hauptakteuren des Tages, die aufgrund ihres noch ausstehenden Auftritts in Belgien zu ungewohnt früher Zeit am Nachmittag spielten, sorgten aber auch die anderen Bands für gute Stimmung inklusive „Stagediving“. Neben „A Triator Like Judas“ aus Deutschland, „The Setup“ aus Belgien, den Italienern von „Strength Approach“ und „Focused Minds“, die mit ihrem Punk- und Hardcoresongs kaum zu ihrer eigentlich beschaulichen Heimat Wisconsin passten, sorgten auch „All for Nothing“ aus Rotterdam, die als einzige Band mit einer Frontfrau auftraten, bis zum Schluss für eine erfolgreiche Festivalpremiere. - Wesley Baankreis

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