Hardcore Help Festival kann steigen

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Das Hardcore Help Festival kann auch in diesem Jahr wie gewohnt stattfinden.

Halver - Die Stadtverwaltung wird dem Hardcore Help Festival auch in diesem Jahr keine Steine in den Weg legen.

Mit dieser Klarstellung hat man im Rathaus auf den Hinweis des UWG-Ratsherrn Paul-Adolf Turck reagiert, der in Form einer Anfrage darum gebeten hatte, im Sinne der Anwohner eine übermäßige Lärmbelästigung in der Innenstadt abzustellen oder zumindest den vom Festival ausgehenden Lärm deutlich zu reduzieren.

Veranstaltungen im öffentlichen Raum brächten naturgemäß Beeinträchtigungen mit sich, argumentiert dagegen der Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Thomas Gehring. Allerdings unterlägen auch sie den Regelungen zum Immissionsschutz. Konkret bedeute das, dass der Schallpegel tagsüber maximal 20 Dezibel über dem normalen Tagespegel von 65 Dezibel liegen dürfe. Ab 22 Uhr gelte zudem Nachtruhe. Live-Musik müsse dann eingestellt werden, allenfalls noch leise Klänge vom Band seien dann erlaubt.

Diese Vorgaben allerdings seien auch nicht neu. Sie seien dem Veranstalter auch in den vergangenen Jahren deutlich gemacht worden. „Es ist ja nicht so, dass wir das ungeplant haben laufen lassen“, sagt der Fachbereichsleiter. Grundlage für die Regelung sei ein aktueller Erlass des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.

Demzufolge sei das Festival als „seltenes Ereignis“ einzustufen, bei dem „eine Einhaltung der Immissionsrichtwerte auch unter Ausnutzung aller zumutbaren Lärmschutzmaßnahmen nicht sichergestellt werden kann“. Eine solche Ausnahme sei bis zu maximal 18 Mal im Jahr zulässig. Die Stadt geht von zwei bis drei Veranstaltungen jährlich aus, auf die die Norm zutrifft.

Grundsätzlich stellt sich die Verwaltung hinter die Veranstaltung. Sie sei überregional beachtet und spreche gerade junge Menschen an, für die im ländlichen Raum in der Regel Angebote fehlten. Bislang sei sie reibungslos und ohne größere Vorfälle abgelaufen. Daher verstehe man sie als Bereicherung des städtischen Kulturprogramms, schreibt Gehring in der Beantwortung der Anfrage.

Turck selbst akzeptiert nach eigener Aussage im Ausschuss für Planung und Umwelt die Beantwortung seiner Anfrage. Er freue sich, dass die Veranstalter an die Richtlinien erinnert und die Einhaltung überprüft werde. „Das ist ein guter Kompromiss“, sagt Turck.

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