Mit alten Inschriften auf Spurensuche

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Harald Rediger hat erneut sein Hobby aktiviert und das Buch „Inschriften im Amte Halver“, das 1940 von Pfarrer Dr. Ewald Dresbach verfasst wurde, nachgedruckt.

HALVER/SCHALKSMÜHLE - Längst vergriffene Bücher und Schriften aus der Orts- und Heimatgeschichte sind die Leidenschaft von Harald Rediger. Und so ist er seit 2010 auf diesem speziellen Gebiet nun zum vierten Mal aktiv geworden, indem er das Buch „Inschriften im Amte Halver“ von Pfarrer i. R. Dr. Ewald Dresbach nachgedruckt hat.

War es zunächst „Das alte Halver“ von Dietrich Pälmer und in den Jahren danach die Werke von Justus Schellewald „Aus der Vorzeit Halvers“ und „Zur Geschichte Halvers“, so hat er sich nun dem kleinformatigen, 80 Seiten starken Werk des ehemaligen Halveraner Pfarrers Ewald Dresbach zugewandt – und gerät damit auch auf das Gebiet der Nachbargemeinde Schalksmühle, die Teil des Amtes Halver war. Das Manuskript zu „Inschriften im Amte Halver“ wurde Rediger von einem Kunden aus Kreuzberg ausgeliehen: „Das war von Kindern bekritzelt worden und hier und da eingerissen“, so Rediger, dem das Schriftstück dennoch viel bedeutete.

Erstmals erschienen im Jahr 1940, wurde das Werk durch Harald Rediger – der alle modernen Möglichkeiten nutzte – um aktuelle farbige Fotos erweitert. Rediger vergrößerte alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen und wählte eine klare, gut lesbare Schrift. Wie die Vorgänger, so ist auch dieses Buch im Format 17 mal 25 Zentimeter gestaltet und 118 Seiten stark: „Wobei der Text selbstverständlich dem Original entspricht und unverändert geblieben ist“, unterstreicht Rediger seinen Respekt vor dem Autor. Der wird auch in der handgefertigten Aufmachung deutlich, die er mit einem Umschlag aus hochwertigem Büttenpapier und dem feinen Lesebändchen betont.

Die Inschriften, die Ewald Dresbach 1940 erkundet hat, waren und sind zum Teil auch heute noch an und in den Kirchen und Denkmälern in Halver und Schalksmühle, an Wohnhäusern, auf Gehöften und an Herdplatten, an Haferkästen und am Aussichtsturm zu entdecken. So kann das Buch erneut dazu anregen, in Stadt und Gemeinde unter Inschriften-Aspekten auf Spurensuche zu gehen.

Vom Abtippen des Textes bis zum Schutzumschlag hat Harald Rediger 50 Exemplare in alter handwerklicher Manier gefertigt. Sie sind zum Preis von 24,50 Euro unter der Rufnummer 0 23 53/1 03 45 zu erwerben. „Damit kann ich kein Geld verdienen“, betont er, „denke allerdings daran, die Materialkosten damit abzudecken.“

Harald und Heidrun Rediger, die gemeinsam den Verlag HR-Typo in Halver führen, sind auf der Suche nach weiteren alten oder neueren Büchern und Broschüren über Halver, die sie gern herausgeben möchten. Konkret in Vorbereitung ist die Wiedergabe des Buches „Chronik und Urkundenbuch der Kirchengemeinde Halver“, ebenfalls von Dr. Ewald Dresbach verfasst: „Von der ersten urkundlichen Erwähnung Halvers bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wird hier nicht nur Kirchengeschichte vermittelt, auch die politische Heimatgeschichte kommt nicht zu kurz“, so macht Harald Rediger aufmerksam auf künftige Aktivitäten. Im Übrigen ist bei allen bisher erschienenen Büchern ein Nachdruck jederzeit möglich. - CK

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