Spendenaktion gelungen

Happy-End: Günter ist gerettet - Ochse muss nicht zum Schlachter

Günter, Biobauer, Halver
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Ein Grund zur Freude: Teresa Schabo und Biobauer Henning Wolf freuen sich über die für Günter eingegangenen Spenden.

Günter ist gerettet. Der Ochse muss nicht zum Schlachter und kann aufgrund zahlreicher Spenden auf der Weide bleiben.

Halver/Oberbrügge – Vor einem Jahr brachte die Milchkuh Liebes Gretchen den Bullen Günter auf dem Gelände der Heesfelder Mühle zur Welt. Beide Tiere gehören dem Bio-Bauern Henning Wolf, der seinen Hof in Oberbrügge-Ehringhausen betreibt und seine Tiere in den Sommermonaten auf den Weiden der Heesfelder Mühle grasen lässt. Günter hat die Herzen einiger Menschen erobert und soll nicht zum Schlachter. Damit begann die Aktion, Günter mit Spenden zu retten – mit einem positiven Ergebnis.

Günter ist eine Mischung aus Fleck- und Braunvieh. Durch seine dunklere Fellfarbe sticht er aus der Herde hervor. Der kleine Bulle hatte es nach seiner Geburt zunächst etwas schwer, wie sich Teresa Schabo von der Heesfelder Mühle erinnert. „Er konnte nicht aufstehen und wurde deshalb zusammen mit seiner Mutter in den Stall gebracht, wo er sich jedoch gut erholte.“

Von Anfang an sehr zutraulich

Von Anfang an war der heute einjährige Bulle, der inzwischen kastriert wurde und damit zum Ochsen geworden ist, sehr zahm und zutraulich und erkämpfte sich somit schnell einen Platz in den Herzen all jener, die an der Heesfelder Mühle leben und arbeiten.

Im Dezember 2019 war Günter bereits auf dem Weihnachtsmarkt rund um die Mühle dabei und begeisterte die Besucher. Normalerweise würde Günter im Alter von zweieinhalb Jahren die Schlachtreife erreichen, doch dass der zutrauliche Ochse dann sein Leben unter dem Schlachtermesser lässt, konnten und wollten Teresa Schabo und ihre Mitstreiter nicht zulassen. „Also riefen wir eine Spendenaktion ins Leben, mit der wir den voraussichtlichen Schlachtpreis von 2500 Euro, die Kosten für die Kastration sowie die bisher investierten Futterkosten erwirtschaften wollten“,erklärt Schabo. Insgesamt sollte ein Betrag von 3000 Euro zusammenkommen, um Günter den vorzeitigen Tod zu ersparen.

Im Sommer auf der Weide, im Winter im Stall

Dieser Betrag ist nun zusammengekommen und konnte Bio-Bauer Henning Wolf im Beisein von Günter überreicht werden. Der wird nun weiterhin bis zu seinem natürlichen Tod von Henning Wolf betreut – im Sommer ab Mai kommt Günter mit den Kühen auf die Weide an der Heesfelder Mühle, den Winter verbringt er im Stall in Oberbrügge-Ehringhausen.

Um den Spendenbetrag zu erwirtschaften, wurden zwischendurch auch kleine Aktionen gestartet – unter anderem wurde ein Foto von Günter, das von Photomanufaktur Rüdiger Rohmann erstellt wurde, an den Höchstbietenden versteigert. Auch eine Pfandflaschensammelaktion trug zur Gesamtsumme bei.

Ferner machte der Musiker Robin Brunsmeier alias Binyo bei seinen Online-Konzerten während des ersten Corona-Lockdowns auf Günter und die Möglichkeit zu spenden aufmerksam. Jede Spende war willkommen – Günters Fans stellten Beträge zwischen 5 und 200 Euro zur Verfügung.

Auch weiterhin ist Günter, der zwischen 18 und 22 Jahren alt werden kann, auf Spenden angewiesen, damit auch in Zukunft alle laufenden Kosten gedeckt werden können.

Spenden weiterhin möglich

Wer für Günter Geld für seine weitere Haltung spenden oder eine Patenschaft für ihn übernehmen möchte, kann sich mit Teresa Schabo und der Sound Bäckerei unter Tel. 0 23 53 / 6 64 82 20 in Verbindung setzen. Jeder, der sich für den Ochsen engagiert oder interessiert, kann ihm in den Sommermonaten einen Besuch auf der Weide an der Heesfelder Mühle abstatten. In diesem Jahr ist dies noch bis Ende November möglich. Während seines Aufenthaltes im Stall in Oberbrügge-Ehringhausen kann der Ochse allerdings nicht besucht werden.

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