Halvers Zeit der großen Schützenfeste

Wer einmal einen Zeitsprung in die 1960er zu den „großen Schützenfesten in Halver“ machen möchte, sollte jetzt das Heimatmuseum besuchen. ▪ Ruthmann

HALVER ▪ Es gab auch einmal in Halver eine Zeit, als die Bürger der ganzen Stadt unterwegs waren und zusammen mit der Schützengesellschaft große Feste feierte – genau fünf davon gab es und zwar in der Zeit von 1966 bis 1970. Dann war dieses Ereignis zu kostspielig geworden beziehungsweise aus Kostengründen stetig kleiner gefahren worden. Doch aus der Zeit der großen Schützenfeste gibt es natürlich zahlreiche Dokumente in Form von Fotos.

30 von diesen Bildern sind jetzt im Rahmen einer neuen Ausstellung im Heimatmuseum zu sehen. Sie stammen zum großen Teil aus dem Fundus von Peter Bell, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins („Ich habe damals auch für den Allgemeinen Anzeiger fotografiert“), aber auch von Ursula Weitzel, die in einem Jahr Schützenkönigin war, sowie von Rolf Nockemann, der zum Hofstaat gehörte.

Darüber hinaus hatte der Heimatverein nach der Auflösung der Schützengesellschaft Standarten, Uniformjacken, Wimpel, Krone und Ketten der ehemaligen Würdenträger erhalten. Diese sind ebenfalls im Heimatmuseum zu sehen und ermöglichen in Verbindung mit den Fotos dem Besucher einen Zeitsprung zu längst vergessenen Tagen.

Die Ausstellung „Große Schützenfeste in Halver“ ist bis zum Ostereiermarkt, der am 26. und 27. März stattfindet, zu sehen. „Wir wollten mal wieder was von Halver bringen“, erklärte Peter Bell bei der gestrigen Eröffnung. Bislang war im Heimatmuseum das „Ruhrgebiet – Schwarz – Weiß“ zu sehen gewesen. Ein ganz guter Erfolg, bilanzierte der zweite Vorsitzende des Heimatvereins.

Etwas regionaler wird es dann wieder Ende März: Nach dem Ostereiermarkt werden die „goldenen 50er Jahre“ ins Heimatmuseum einziehen. Im Sommer soll es dann einen „Familientag“ geben: An den knapp 40 Meter langen Wänden des Ausstellungsraums wird der Stammbaum der Familie Schmid aus Edelkirchen – diese reicht fast bis ins 16. Jahrhundert zurück – präsentiert. Den umfangreichen Stammbaum kann man bis Mitte Oktober bewundern. Danach gibt es eine Ausstellung von und über den Baumverein. ▪ Det Ruthmann

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