Halvers Straßen teilweise in katastrophalem Zustand

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Ein Paradebeispiel für den zum Teil schlechten Straßenzustand in Halver: Die Straße am Langenscheid.

Halver -  Wenn die Stoßdämpfer schreien könnten, sie würden es tun. Denn ihre Tauglichkeit wird Tag für Tag hart auf die Probe gestellt. Sie ächzen unter den zum Teil extrem schlechten Straßenverhältnissen – Buckelpisten und Schlaglöcher statt butterweichem Fahrgefühl.

Von Friederike Domke und Det Ruthmann

Natürlich sind es bei weitem nicht alle Straßen, die sanierungsbedürftig sind. Und an vielen Stellen wird, soweit es der Etat von Stadt, Kreis oder Land zulässt, etwas gegen die schlechten Verhältnisse getan. Aber es gibt auch sogenannte Dauerbrenner in der Schlaglochszene. Eben solche Straßen, deren Zustand seit Jahren extrem schlecht ist und die bestenfalls an den schlimmsten Stellen immer mal wieder notdürftig geflickt werden.

Ganz oben auf der Liste steht dabei die Straße Langenscheid. Seit Jahren beklagen sich die Anwohner, Lösungsvorschläge hat es seitens der Politik immer wieder gegeben, passiert ist bis heute noch nichts. Auch der Herpiner Weg ist alles anderen als eine gut befahrbare Straße. Und auch hier wurde oftmals geflickt und ausgebessert, „gepatcht“, wie es in der Fachsprache heißt. Und noch eines fällt auf, wenn man die Straßen etwas genauer betrachtet: Markierungen an Kreuzungen und Abzweigungen sind verschwunden, im Laufe der Zeit abgefahren. Abbiegepfeile sind teilweise nicht mehr zu erkennen. Möchte ein Auswärtiger von der Frankfurter Straße kommend geradeaus an der Ampel in Richtung Herpine fahren, steht es 50:50, die richtige Spur zu treffen.

Ursache für das „Straßen-Dilemma“ ist die Finanzlage der Stadt: Früher hat man das Budget für die Instandhaltung der Straßen recht knapp gehalten – obwohl es oft genug Hinweise vom Fachbereichsleiter gab – und heute ist bei weitem nicht genug Geld vorhanden, um die eigentlichen Sanierungen durchführen zu können.

Was bedeutet, dass zumeist nur im extremen Notfall reagiert und Mittel in anderen Bereichen locker gemacht werden müssen. Wie zum Beispiel die Straße von Engstfeld nach „Auf dem Heede“, für deren Sanierung eine Brückenreparatur verschoben wurde. Das gilt lediglich für die städtischen Straßen, denn für die Instandhaltung von Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sind der Märkische Kreis beziehungsweise der Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig. Letzterer saniert zum Beispiel derzeit die Heerstraße in Oberbrügge.

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