Halvers CDU sieht für Hauptschule schwarz

Die Ganztagsschule in Halver: Die Hauptschule allein hat für Peter Starke keine Zukunft. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Die Bundespartei hat sich bereits positioniert, die Landes-CDU auch – doch wie stehen die Christdemokraten vor Ort zum dreigliedrigen Schulsystem? Noch prägen Gymnasium, Real- und Hauptschule die Schullandschaft in Halver.

Doch CDU-Stadtverbandsvorsitzender Peter Starke rechnet nicht damit, dass sämtliche drei Schulformen mittelfristig Bestand haben werden. „Ich denke, dass wir in drei, vier Jahren Bewegung in das Thema bekommen werden.“ „Die CDU macht sich Sorgen um den Bestand der Hauptschule“, wird der Vorsitzende deutlich. Starke hält es für „problematisch, dass gerade Haupt- und Realschule in naher Zukunft nicht mehr genügend Schüler haben. Und dann müssen wir sehen, was wir mit der Hauptschule machen.“ Unter welchem Namen ein Modell aus Real- und Hauptschule künftig existieren könnte, darüber herrscht noch Unklarheit. Einer Gemeinschaftsschule nach dem Modell der rot-grünen Landesregierung erteilt der CDU-Politiker in jedem Fall eine Abfuhr. „Dann vielleicht eher ein Modell wie in Schalksmühle.“ Dort wurden Real- und Hauptschule bekanntlich in Form einer Verbundschule zusammengelegt. Wie auch immer: Dass der aktuelle Bestand an Schulen jedoch nicht von Dauer sein wird, das steht für Peter Starke fest.

Damit ist der Halveraner CDU-Vorsitzende ganz auf der Linie seiner Bundespartei – und verfolgt nicht das gleiche Ziel wie etwa Landesvorsitzender Oliver Wittke, der sich nicht endgültig vom Hauptschul-Konzept verabschieden will. „Ich bin da Realist“, sagt Starke. „Ich zähle. Auch die Schüler. Und dann sieht man, was möglich ist und was nicht.“

Dass seine Partei ihre angestammte Wählerschaft nach dem Abschied von Wehrpflicht, Atomkraft und nun auch vom dreigliedrigen Schulsystem auf eine harte Probe stellt, glaubt er nicht. „Auch wir müssen uns anpassen und lernen. Und in Sachen Atomkraft haben wir vielleicht etwas mehr gelernt als andere Parteien – weil wir eine ganz andere Position vertraten und daher mehr lernen mussten.“ ▪ Frank Zacharias

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