Kochen für mehr als 160 Humboldt-Schüler

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Halver - Jetzt wird’s lecker an der Humboldtschule: Gebratene Spaghetti, Geflügelfrikadellen, Kartoffelauflauf – das gab gestern die Speisekarte her in der neuen Küche, die an der Humboldtstraße am Mittwoch in Betrieb gegangen ist.

Dass Heike Bremicker dort kochen kann, ist so selbstverständlich nicht. Ihr neues Reich hinter der Bühne der Schulaula und -mensa war zuvor schon Bücherei und Klassenzimmer. 

Mehr als 200 000 Euro hat die Stadt investiert, um für die Verpflegung im Ganztagsbetrieb zu sorgen. Ein erheblicher Teil der Mittel steckt in der aufwendigen Belüftungsanlage. Denn die musste im Gebäude bis zum Dach gelegt werden, weil im kommenden Jahr der dreigeschossige Anbau für die Erweiterung der Sekundarschule errichtet wird. 

Dass für mehr als 160 Schüler überhaupt gekocht werden kann, hängt mit einer logistischen Meisterleistung in der Zeit der Sommerferien zusammen. Michael Luedtke aus dem Fachbereich Bauen und Wohnen hatte während des Umbaus der wachsenden Schule bis zu 14 Gewerke zu koordinieren im Zeitfenster von etwa acht Wochen. 

Geklappt habe das, weil die Handwerker, schwerpunktmäßig mit Sitz in Halver, sich auch untereinander geholfen hätten, weiß auch Schulleiter Reiner Klausing, für den die Küche und das gemeinsame Essen auch Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist. Die Mahlzeiten zusammen einzunehmen, auch Tischregeln zu beachten, sei nicht unbedingt Selbstverständlichkeit in den Familien. Bei den Fünftklässlern setzen sich daher auch die Lehrer mit an den Tisch. Mehr als 70 Prozent der Kinder nehmen zurzeit an diesem Mittagessen teil. 

Gekocht werde immer frisch, die technischen Möglichkeiten gäben das her, sagt Hauswirtschaftsmeisterin Heike Bremicker, die die Schüler durchweg kennt. Vorher kochte sie mit ihrem Team an der Ganztagsschule, seit Mittwoch sind die Geräte komplett in der Humboldtschule untergebracht. Gekocht wird normal und vegetarisch. Auch auf Unverträglichkeiten geht das Team ein. 

Finanziert wird das Mittagessen über die Beiträge der Eltern. 27 Euro kostet die Teilnahme am Mittagessen an den drei Tagen des Ganztagsbetriebs. Dabei werde niemand ausgeschlossen. Für finanziell schlechter gestellt Familien fließt Unterstützung aus dem Gesetz für Bildung und Teilhabe, koordiniert durch Schulsozialarbeiterin Elvira Wiegand.

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