Halvers Kulturbeauftragte Inge Zensen im Gespräch

Hoffnung auf ein besseres Kulturjahr 2021

Spektakel beim 2. Halveraner Varieté. Ob es am 16. und am 17. Januar zur Neuauflage kommt, ist noch ungewiss.
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Spektakel beim 2. Halveraner Varieté. Ob es am 16. und am 17. Januar zur Neuauflage kommt, ist noch ungewiss.

„Ohne Kunst und Kultur wird’s still.“ Den Satz haben viele Menschen in ihr Profilbild in den Sozialen Medien kopiert. Den Puls der kreativen Szene fühlt Inge Zensen wie sonst wohl niemand anders in Halver.

Halver - „Ohne Kunst und Kultur wird’s still.“ Den Satz haben viele Menschen in ihr Profilbild in den Sozialen Medien kopiert. Den Puls der kreativen Szene fühlt Inge Zensen wie sonst wohl niemand anders in Halver.

Es gebe kaum noch Möglichkeiten zur Vermarktung, sagt die Kulturbeauftragte der Stadt mit Blick auf den Lockdown und die ungewisse Entwicklung der kommenden Wochen, vielleicht sogar Monate. Vor Weihnachten war eigentlich die Zeit, in der Eintrittskarten für die kulturellen Höhepunkte unterm Baum gelegen hätten. Doch das blieb im Konjunktiv. Die Bürger aus Halver und von außerhalb, die sonst das breite Angebot von Konzerten bis Kabarett gebucht hätten, waren verunsichert. Allerdings ohne Grund, findet Inge Zensen. Was ausfällt oder ausgefallen ist, wurde und wird weiter zurückerstattet. Das gelte sowohl für die Karten für Einzelveranstaltungen wie für die im Rahmen des Kulturabos. Beim Kauf über die Plattform Eventim erfolge dies im Falle des Ausfalls ohnehin automatisch. Und auch bei den im Kö-Shop erworbenen Karten gibt’s das Geld zurück, dann aber im Rathaus. Gleiches gilt für die Abo-Veranstaltungen.

Abo-Verkauf läuft an

Der Verkauf der Abo-Karten beginnt in diesem Jahr erst im Januar, wenn das Rathaus wieder öffnet. Versäumt ist damit aber nichts. Die erste Abo-Veranstaltung mit Andreas Rebers läuft erst Ende Januar. Für alle Veranstaltungen aber gilt: Die Karten sind über die Homepage der Stadt oder dem Ticketshop bereits seit Dezember erhältlich.

Sicherheitskonzepte angepasst

Denn der Kulturbetrieb, so denn er wieder ins Rollen kommt, braucht das Vertrauen der Gäste. Fatal wäre es, sagt die Kulturbeauftragte, wenn die Künstler wieder in die Spielstätten und auf die Bühnen der Stadt kämen, und vor leeren Reihen auftreten müssten. Mit ständig angepassten Hygienekonzepten und viel Aufwand hatte man in den vergangenen Monaten für größtmögliche Sicherheit gesorgt.

Hoffnung fürs 5. Varieté?

Vier Veranstaltungen stehen im Januar noch auf der Karte oder genauer: dem Programm der Kulturzeit 2021. Je nach den Entscheidungen auf höchster Ebene hofft die Kulturbeauftragte immer noch auf das inzwischen 5. Halveraner Varieté, das am 16. und 17. Januar, Samstag und noch einmal am Sonntagvormittag über die Bühne gehen soll. Geschoben werden kann es nicht. Für den 23. Januar geplant ist noch ein Kindertheater, am 24. Weltklassik am Klavier und am 30. Januar Kabarett mit Andreas Rebers. Besonders leid täte es Inge Zensen ums Kindertheater. „Die Kinder können keinen Sport treiben, die Schule läuft unter erschwerten Bedingungen. Die Kinder haben doch gar nichts“, sagt sie.

„Wir fahren auf Sicht“

„Wir fahren alles nur noch auf Sicht“, bedauert Inge Zensen, dass die ambitionierte Saisonplanung im Ungewissen bleibt. „Jeder schiebt, schiebt, schiebt“, sagt sie mit Blick auf Veranstalter und Künstler. Das allerdings funktioniert nur, so lange noch Termine verfügbar sind. Wenn es zu dicht werde, nähmen sich die eng getakteten Veranstaltungen gegenseitig das Publikum weg.

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