Halvers Kirchen sollen nicht noch kälter werden

Die Nicolai-Kirche wird bereits jetzt auf nicht mehr als 18 Grad geheizt. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Werden sich Gottesdienstbesucher in Zukunft warm anziehen müssen, weil die Kirchen kalt bleiben? Das Erzbistum Paderborn hat seinen Gemeinden aufgrund gestiegener Energiekosten empfohlen, ihre Gotteshäuser auf höchstens 14 Grad zu heizen. Ein Thema, das auch in Halvers Gemeinden bereits angekommen ist.

So hat sich auch die Katholische Kirchengemeinde „Christus König“ bereits mit diesem Thema beschäftigt. In der größeren der beiden katholischen Kirchen, an der Hermann-Köhler-Straße, komme man ohnehin nicht auf viel höhere Temperaturen, sagt Pfarrer Claus Optenhöfel im Gespräch mit unserer Zeitung. „Dazu müssten wir schon mehrere Tage vorher die Heizung aufdrehen.“ Darauf verzichte man jedoch. Andere Bedingungen habe man in der Filialkirche in Oberbrügge, wo das Anschalten der Heizung am Morgen des Veranstaltungstages reicht, um am Nachmittag angenehme Temperaturen zu haben. „Da müssen wir nicht vorheizen“, so Optenhöfel, der aktuell kein weiteres Einsparpotenzial sieht.

Eine einheitliche Regelung, wie vom Paderborner Erzbistum gefordert, gibt es im Bistum Essen bislang also nicht – und auch der Evangelische Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg habe noch keine ähnlichen Vorgaben gemacht, wenn Heizkosten angesichts immer knapperen Kassen auch ein wichtiges Thema seien. „Das Beheizen historischer Räume verschlingt schon eine Menge Geld“, sagt Superintendent Klaus Majoress. In Hülscheid-Heedfeld würde im Winter daher nur eine der beiden Kirchen genutzt, in Meinerzhagen habe man die Raumtemperatur auf 17 Grad gedrosselt. Eine Temperatur, die auch in Halver nicht wesentlich überschritten wird, wie Pfarrer Christoph Dickel erklärt. „Wir können gar nicht auf mehr als 18 Grad heizen, das sieht unsere Heizungsanlage zunächst einmal nicht vor.“ Weitere Einsparungen in diesem Bereich seien nur schwer möglich, „schon bei dieser Temperaturen stellen wir fest, dass es fußkalt wird“, so Dickel. „Wenn es bei uns finanziell so knapp wird, dass wir an diesem Hebel ansetzen müssten, würden wir andere Möglichkeiten in Betracht ziehen.“ Dazu zähle etwa das Ausweichen in kleinere Räume. Dies sei aktuell aber nicht möglich, „wir haben einfach keinen ausreichend großen Saal“. Grundsätzlich sei Energiesparen jedoch ein Thema, mit dem sich das Presbyterium beschäftige. ▪ zach

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