Jäger erlegen mehr Wildschweine

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Klaus Kermes (rechts), hier mit Hegeringleiter Bernd Volkenrath, übernahm die Bewertung der Jagdtrophäen – unter anderem lassen die Gehörne auf das Alter der Tiere schließen.

Halver -   304 Stück Rehwild wurden in den Halveraner Jagdrevieren im ablaufenden Jagdjahr erlegt – das sind 89,2 Prozent der vorgegebenen Stückzahl von 341. Hegeringleiter Bernd Volkenrath stellte die aktuellen Zahlen gestern Mittag im Vorfeld der Jahreshauptversammlung vor. Eine genaue Analyse der Ergebnisse – auch in Bezug auf die einzelnen Reviere – sollte dann am Abend im Kreise aller Mitglieder erfolgen.

Im vergangenen Jahr hatte die Quote des erlegten Rehwildes noch bei 97,7 Prozent gelegen. In den Zahlen inbegriffen ist das sogenannte Fallwild – Tiere, die eines natürlichen Todes sterben oder einem Verkehrsunfall zum Opfer fallen. Das waren 2014 74, 49 davon wurden überfahren.

Beim Schwarzwild dagegen liegen die Zahlen deutlich über denen des Vorjahres: 119 Wildschweine schossen die Halveraner Jäger im Zeitraum seit dem 1. April 2014. 2013 waren es 74. Allerdings wurde die Zielgröße von 75 Prozent Frischlingen, die gesetzt wurde, um die Populationen nicht zu groß werden zu lassen, verfehlt. 66 Frischlinge im Jagdjahr 2014 entsprechen 55 Prozent der erlegten Tiere.

In den 19 Revieren im Gebiet des Hegering Halver wurden darüber hinaus 129 Füchse erlegt, sieben davon kam bei Verkehrsunfällen ums Leben. Ein Jahr zuvor wurden 113 Tiere getötet. Der Fuchs müsse bejagt werden, weil er keine natürlichen Feinde habe. Wenn die Populationen zu groß würden, steige die Gefahr, dass die Füchse Krankheiten auf andere Tiere übertragen, erklärte der Hegeringleiter.

Auch Vögel werden in Halver geschossen – unter anderem 276 Ringeltauben im vergangenen Jahr. Hinzu kommen zwölf Wildgänse und 122 Rabenkrähen und Elstern. Letztere sind vor allem für Jungtiere gefährlich. Je nach Revier, geraten auch Wasservögel ins Visier der Jäger, so wurden in Halver im Jagdjahr 2014 insgesamt 58 Stockenten erlegt. - gör

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