Parkverbot statt Tempo 30: "Schildbürgerstreich"

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Das Parken auf dem Seitenstreifen soll nach einem Vorschlag des Straßenverkehrsamtes an der Straße „Am Anschlag“ verboten werden – von Tempo 30, wie beantragt, ist nicht mehr die Rede.

Halver - „Das ist ein Schildbürgerstreich“, zeigt sich CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Starke reichlich verärgert über den Vorschlag des Märkischen Kreises, an der Wipperstraße und „Am Anschlag“ keine Tempo-30-Schilder aufstellen zu wollen.

Stattdessen habe man nach einer zweiten Ortsbesichtigung am Dienstag von Seiten des Kreises vorgeschlagen, das Parken auf dem Seitenstreifen (Bankett) zu verbieten und dafür Schilder „Eingeschränktes Halteverbot“ mit dem Zusatz „Auf dem Seitenstreifen“ aufzustellen. Keine Rede mehr von einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer.

Dies hatte Starkes Fraktion im November vergangenen Jahres in einem Antrag an den Bürgermeister gefordert. Auch mit Blick auf die Fahrzeuge, insbesondere Motorräder – die Strecke soll in einem Tourenplan enthalten sein – die an Wochenenden durch Anschlag fahren würden. Das Stadtoberhaupt hatte den Antrag an den Märkischen Kreis weitergeleitet, da dieser für seine Kreisstraßen zuständig ist.

Der jetzt von Seiten des Straßenverkehrsamtes gemachte Vorschlag habe nichts mehr mit der beantragten Geschwindigkeitsreduzierung zu tun, schüttelt Starke verständnislos den Kopf. Ganz im Gegenteil, ein Parkverbot auf dem Seitenstreifen könne dazu führen, dass auf der Fahrbahn geparkt werde. Die Straße „Am Anschlag“ sei jedoch nur 4,30 Meter breit, Feuerwehr, Rettungswagen. Müllabfuhr kämen nicht an geparkten Fahrzeugen vorbei und Pkw müssten auf den anderen Seitenstreifen ausweichen. Nicht viel anders sehe es auf der Wipperstraße aus, dort würden die Fahrzeuge dann auf den Bürgersteig ausweichen.

Diese Entwicklung bezeichnet der CDU-Fraktionsvorsitzende, vorsichtig ausgedrückt, als nicht sehr erfreulich. Durch ein eingeschränktes Halteverbot setze man nicht die Gefährdung für alle Verkehrsteilnehmer herab. Dies würde man jedoch durch eine Geschwindigkeitsreduzierung erreichen. Davon ist nicht nur Starke, sondern nach seiner Aussage auch viele andere Anwohner der beiden Straße in Anschlag überzeugt.

„Wir könnten es doch auch einfach nur mal ausprobieren“, hoffen Peter Starke und andere Anlieger von Anschlag noch auf ein Einlenken auf Seiten des Märkischen Kreises. - Von Det Ruthmann

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