Ein Bürgerzentrum zieht um

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Halver - Das Bürgerzentrum an der Von-Vincke-Straße ist Geschichte. Ein Schild an der Tür weist auf den Umzug hin. Pause also für mehr als 20 Verbände, die am 1. Oktober in der Ganztagsschule an der Mühlenstraße ihr neues Zuhause finden werden.

Im Flur stehen Kartons mit Sachen, die ein Bürgerzentrum so braucht, unter anderem die Kaffeevorräte. 

Werke wie „Der Förster vom Silberwald“ und abgegriffene Westernheftchen aus der Zeit, als das Bürgerzentrum noch Altentagesstätte war, werden nicht mitgenommen. 

Das gilt nicht für die Eckbank. Das beliebte Möbelstück werde gerade von Mitgliedern der Gruppe „Zwar“ (Zwischen Arbeit und Ruhestand) aufgearbeitet, beschreibt Claudia Wrede den Umzugsmodus der Einrichtung. „Es wird nicht alles neu angeschafft.“ 

Nach zwei Jahren ist ihr das Bürgerzentrum mit seinen jetzigen Räumen „schon ans Herz gewachsen“, doch jetzt freue sie sich auf die neuen Chancen an der Mühlenstraße. 

Noch schwerer dürfte es Rudi Olson, Nachbar und gute Seele des Hauses, fallen. Zieht das Bürgerzentrum um, zieht Rudi Olson aus. Zusammen mit dem Bürgerzentrum wird auch das Nachbargebäude abgebrochen, um dort Möglichkeiten zum seniorengerechten Wohnen zu schaffen. 

Bis dahin aber wird weiter aus- und umgeräumt, Häkelkissen weggeschmissen und geplant für „die schöne neue Heimat“, wie Claudia Wrede sagt, die als inzwischen siebte Leiterin der Einrichtung den Umzug in den einwohnerstarken Stadtteil im Westen Halvers managen muss. 

Möglich machen das nicht zuletzt die Mitarbeiter des Baubetriebshofs und Michael Luedtke aus dem Fachbereich Bauen und Wohnen und auch die Politik in Halver: Immerhin 300 000 Euro werden zum Schluss im Umbau stecken.

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