Halvers Bürgermeister Brosch zum Thema Ausgangssperre

Vorsichtig und verantwortungsbewusst

Kaufland in Halver am Abend
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Menschenleere Plätze ab 21 Uhr.

Die Botschaft, Kontakte auf das Allernotwendigste zu reduzieren, sei seiner Einschätzung nach bei den allermeisten Halveraner Bürgen angekommen, sagt Bürgermeister Michael Brosch in einer ersten Einschätzung zum Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg. Seine dringende Bitte an die Halveraner sei nun, das auch beizubehalten – unabhängig von der juristischen Einordnung, gegen die der Märkische Kreis am Abend Beschwerde einlegte.

Halver - Die Rückmeldung aus dem Ordnungsamt und seitens der Verwaltungsmitarbeiter von den Kontrollgängen sei in dieser Hinsicht eindeutig. Die Bürger hielten sich – unabhängig von der kaum zu beurteilenden und zu vermittelnden Rechtslage – vorsichtig und verantwortungsbewusst. Dies sei auch die Rückmeldung nach den Kontrollgängen vom Wochenende und der Nacht zum Dienstag gewesen, sagte Brosch im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. „Es treibt keiner auf die Spitze“, so die Feststellung. (» Seite 3)

Entscheidung des Bundes erwartet

Eine Prognose, wie es nun weitergehen könnte, wage er nicht abzugeben. Doch es sei nicht unwahrscheinlich, dass schon bald die Entscheidung über einschränkende Maßnahmen wie Ausgangssperren ohnehin in die Entscheidungsgewalt des Bundes fallen werde. Mit einer Inzidenz von mehr als 200 werde dann auch der Märkische Kreis mit Halver betroffen sein, befürchtet der Bürgermeister, der persönlich von diesem harten Eingriff in die Bewegungsfreiheit nicht viel hält.

„Klein-Klein“ nicht vermittelbar

„Ich erhoffe mir aber mehr Verbindlichkeit, wenn die Entscheidung über die Maßnahmen auf Bundesebene fällt“, sagt der Bürgermeister mit Blick auf die schwierige Situation für Bürger wie auch für die Ordnungsbehörde. Das „Klein-Klein“ sei kaum vermittelbar, insbesondere dann, „wenn das zwei Mal die Woche wechselt. Zwischen Ankündigung und Vollziehbarkeit muss eine gewisse Stringenz vorhanden sein“, so Brosch.

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