Winterdienst ist vorbereitet: "Sofort startklar"

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Der neue, etwa eine Tonne schwere Schneepflug ist montiert und bereit für seinen ersten Wintereinsatz in den Halveraner Straßen. Der Lkw wird zudem noch mit einer Streuanlage ausgestattet.

HALVER - „Wir wären sofort startklar“, verspricht Hans Jörg Ecks, stellvertretender Leiter des Baubetriebshofs. Der Halveraner Winterdienst steht in den Startlöchern. 500 Tonnen Salz sind eingelagert, ein neuer Pflug und ein neuer Stadt-Traktor warten auf ihren ersten Wintereinsatz.

In den vergangenen Wochen machten sich die Mitarbeiter des Baubetriebshofes daran, die Streugeräte zu überprüfen und die Schneepflüge an die Lkws und Traktoren zu montieren. Besonders bei neuen Geräten wie dem Schneepflug müsse da schon mal nachjustiert werden, erklärt Ecks. Eine Tonne wiegt der Schneeschieber, mit dem hauptsächlich auf den breiten Straßen geräumt werde. „Für die engen Wohnstraßen, in denen häufig auch noch geparkte Autos stehen, ist der einfach zu groß“, erklärt Ecks. Diese Bereiche soll in diesem Jahr ein Achteinhalb-Tonner vom Schnee befreien. Nachdem im vergangenen Jahr ein privater Räumunternehmer wegfiel, leiht man sich in diesem Jahr einen Lastwagen aus Grevenbroich, der in den nächsten Tagen am Baubetriebshof eintreffen soll.

Für Wege, und öffentliche Flächen kann der Räumdienst in diesem Winter auf einen neuen Traktor zurückgreifen. Mit seiner Räumbürste reinigt der kompakte Traktor zudem viel gründlicher als die großen Schneepflüge. „Daher können wir mit diesem Fahrzeug im Vergleich auch einiges an Salz sparen“, erklärt Hans Jörg Ecks.

Insgesamt kann der Betriebshof damit zwei eigene Unimogs, einen Lkw, den Miet-Lkw und drei Kommunal-Traktoren nutzen. Hinzu kommen die privaten Unternehmer, die im Auftrag der Stadt räumen.

Wie viel Salz die Fahrzeuge und die Fußmannschaften des Bauhofes in diesem Jahr aufwenden müssen, um Straßen und Wege eisfrei zu halten, kann auch der Leiter des Baubetriebshofes Raimund Baytz nicht sagen. „Mit dem eingelagerten Salz werden wir nicht auskommen“, weiß er aber schon jetzt. Das sei aber normal, laufend werde neues Salz nachgekauft. „Ob wir aber nun 700 Tonnen oder 1000 Tonnen verbrauchen werden, hängt allein von der Stärke und der Länge des Winters ab“, erklärt Baytz. So sei etwa der vergangene Winter sehr lang gewesen, ungewöhnlich starke Schneefälle hätte es aber nicht gegeben.

Das Salz werde als „FS 30“ auf die Straßen aufgebracht, erklärt der Fachmann. „Das bedeutet, dass wir eine Salzlauge anmischen und diese im Verhältnis 30 Prozent Lauge und 70 Prozent Trockensalz auf die Straßen streuen“, so Baytz. „Dadurch bleibt das Salz besser auf der Straße haften und wird nicht so schnell verweht“, erläutert er.

Trotz aller Vorbereitung könne es bei starken Schneefällen zu Verzögerungen bei der Räumung kommen. Der Winterdienst der Stadt arbeite zunächst eine Dringlichkeitsliste ab. „Straßen mit hoher Priorität müssen zuerst geräumt werden“, so Baytz. Als Beispiele für solche wichtigen Straßen nennt er die Frankfurter Straße, die Von-Vincke-Straße oder auch die Kölner Straße. Ebenso haben Gefahrstellen, etwa mit hoher Steigung, Vorrang. Insbesondere bei andauerendem Schneefall und damit ständiger Neuräumung der wichtigen Straßen, könnte sich die Räumung der reinen Wohnstraßen deutlich verzögern, so Baytz.

Von Sebastian Berndt

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