Halveraner wegen Drogenhandels verurteilt

HALVER ▪ Strafmaß halbiert: Efthimios H. ist gestern vorm Landgericht Hagen zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln.

Eigentlich hätte er doppelt so lange einsitzen sollen. Aber der 57-jährige Halveraner legte gegen das Urteil des Lüdenscheider Schöffengerichts Berufung ein. Und so saß er gestern erneut auf der Anklagebank. Zwischen ihm und seinem Verteidiger eine Dolmetscherin. Denn der gebürtige Grieche spricht und versteht kein Deutsch. 

Efthimios H. ist seit 20 Jahren drogenabhängig. Nimmt Amphetamine und Kokain. Um seinen Drogenkonsum zu finanzieren, handelt er selbst damit. Fährt zum Hagener Hauptbahnhof, besorgt sich Kokain, Marihuana und Amphetamine. In Halver verkauft der 57-Jährige den Stoff, unter anderem am Bächterhof. Auch an Minderjährige. Er ist schon oft aufgefallen.

Und zuletzt verurteilte das Schöffengericht in Lüdenscheid ihn zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten. Wegen insgesamt vier Fällen, in denen er unerlaubt Handel mit Betäubungsmitteln getrieben und diese besessen hat.

Sowohl sein Verteidiger als auch der Vorsitzende Richter legten ihm nahe, die Berufung in drei Fällen zurückzuziehen. Dem stimmte Efthimios H. schließlich zu. Und dann ging alles ganz schnell: Weder ein Zeuge der Polizei, noch die Bewährungshelferin mussten aussagen. Denn dass der Halveraner diese Taten begangen hat, hatte er bereits in der ersten Verhandlung in Lüdenscheid zugegeben. Übrig blieb also die Tat vom 25. November 2009 – an diesem Tag wurde er zweimal beim Handel mit Marihuana erwischt. Und so verhängte das Landgericht eine Strafe von acht Monaten ohne Bewährung. Aber: Efthimios H hat die Chance, in dieser Zeit eine Therapie zu machen. Und die kann auf seine Haftstrafe angerechnet werden. ▪ Lisa Weber

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare