Turm-Aufträge vergeben: Baustart 18. Juni

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Am 18. Juni geht es los: Handwerker werden sich auf dem Gerüst zunächst um die grundlegenden Arbeiten zum Substanzerhalt des Aussichtsturms kümmern.

Halver - Zwei wichtige Gewerke sind vergeben. Ab dem 18. Juni dürfte sich Bewegung einstellen am Aussichtsturm auf der Karlshöhe. Dann steht nach derzeitigem Plan das Gerüst und auf dem Gerüst die Handwerker, die das 125 Jahre alte Bauwerk im Rohbau ertüchtigen.

Getan wird zunächst das, was für den Substanzerhalt unumgänglich ist. Es werden Fugen ausgekratzt und verwitterte Steine herausgenommen und ersetzt. Das weitere Eindringen von Feuchtigkeit muss unterbunden werden, um den Verwitterungsprozess zu stoppen. Diese Marschroute hatte die Halveraner Architektin Cathrin Brückmann bereits vor den politischen Gremien skizziert, die letztlich einstimmig den Beschluss zur Sanierung gefasst hatten. 

Grundlegende Arbeiten bis Jahresende 

Wie schnell es letztlich geht mit der gesamten Restaurierung, lässt Brückmann offen. Bis zum Jahresende, so die Zusicherung des Auftragenehmers, der Firma Meyer aus Preußisch Oldendorf an der niedersächsischen Grenze, werde man die grundlegenden Arbeiten abschließen können. Abhängig sind die Steinmetze, Steinbildhauer und Maurer allerdings vom Wetter. Ist es dauerhaft nass, kann kein Material aufgebracht werden, ist es zu heiß, trocknet es zu schnell aus. Gefeiert werden soll das 125-jährige Turmjubiläum dennoch. „Ich möchte da gerne im Herbst eine kleine Party machen“, kündigt Bürgermeister Michael Brosch an. Und auch die Architektin Brückmann, deren Urgroßvater vor 125 Jahren den Turm errichtet hatte, freut sich darauf – mit einer Einschränkung: Der Turm werde zu diesem Zeitpunkt von innen noch nicht zu betreten sein, weil er immer noch Baustelle sei, sagt Brückmann, die sich über „diese sehr schöne Aufgabe“ freut. 

Der Sanierungsbeschluss war von der Politik ohnehin zweigeteilt worden. Der erste Bauabschnitt bezieht sich auf den reinen Substanzerhalt. Verschönerungsarbeiten im Innern wurden zunächst zurückgestellt, um das Hauptziel der Erhaltung auch finanziell absichern zu können. Dinge wie Malerarbeiten und Beleuchtung haben damit keine Priorität. 

Denn das Wahrzeichen der Stadt Halver wird in diesem und im kommenden Jahr einiges an Geld kosten. 800 000 Euro sind insgesamt veranschlagt, 685 000 davon in Abschnitt 1. Eingerechnet sind dabei auch erwartete 250 000 Euro an Spendenmitteln. Der Heimatverein sammelt unentwegt und ist mit einem Stand von 143 000 Euro bereits weit gekommen. Das zeige, was den Halveranern der Turm wert sei, sagt Brosch, doch er wirbt auch um weitere – steuerlich absetzbare – Spenden für das stadtbildprägende Bauwerk. „Jeder Euro zählt“, sagt der Bürgermeister, der weiß, dass auf jeden Fall noch eine Lücke zu schließen sein wird. 

Hoffnung auf weitere Unterstützung 

Wie groß die am Ende ausfällt, ist offen. Es gebe die schriftliche Absichtserklärung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über eine Zuwendung in Höhe von 80 000 Euro, die in der Kalkulation bereits enthalten ist, unter Umständen auch die Hoffnung auf weitere Unterstützung von dieser Seite im kommenden Jahr. Auch beider Bezirksregierung Arnsberg bestehe Hoffnung auf Unterstützung, sagt Michael Brosch. Auch dort hat sich die Stadt gemeldet in der Hoffnung auf Hilfe. Auf 50 000 Euro belaufe sich dieser Antrag.

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