Halveraner THW-Ortsgruppe in Essen im Unwetter-Einsatz

Die Einsatzkräfte der THW-Ortsgruppe Halver hatten in Essen alle Hände voll zu tun.

Halver/Essen -  Von größeren Schäden durch das Gewitter am späten Abend des Pfingstmontags blieb die Stadt Halver zwar verschont, für den heimischen Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) allerdings brachte das heftige Unwetter einen Einsatz im Ruhrgebiet mit sich.

So machten sich 15 Einsatzkräfte mit zwei Gerätekraftwagen und einem Mannschaftswagen in der Nacht zu Dienstag gegen 2 Uhr auf den Weg nach Essen, wie Zugführer Matthias Oelke berichtete. Nach einer Lagebesprechung im Norden der 570 000-Einwohner-Stadt hätten die Halveraner dann als ersten Einsatzort den Stadtteil Fulerum angesteuert. „Dort waren in großer Zahl Bäume umgeknickt“, so Oelke, der sich angesichts des Chaos auf den Straßen sogar an den Orkan Kyrill aus dem Jahr 2007 erinnert fühlte. „Bäume und Äste waren auf die Straßen und auf die Stromleitungen gestürzt“, berichtete der Zugführer. Als Geräte seien bei den Aufräumarbeiten hauptsächlich Seilwinde und Motorsäge zum Einsatz gekommen.

Aufgabe der Halveraner war, „die Rettungswege passierbar zu machen und den Verkehr wieder ans Fließen zu bringen“, erklärte Oelke. „Wobei dort das eigentliche Aufräumen erst noch ansteht.“ Sorge machte den Anwohnern und Einsatzkräften zudem, dass bereits am Dienstagmorgen das nächste Gewitter aufzog. „Da mussten wir unsere Arbeit zunächst einstellen. Die Zeit haben wir fürs Frühstück genutzt. Danach zog das Gewitter zum Glück bereits weiter.“

Gegen Mittag ging es für die Halveraner dann in einem Wohngebiet im Stadtteil Bredeney weiter. „Auch dort haben wir an drei Einsatzpunkten die Straßen und Stromleitungen von umgestürzten Bäumen befreit“, so Oelke, der mit seinem Team Im Anschluss noch in den Bereich Grugapark, Norbertstraße, fuhr. Dort fand dann noch einmal die Seilwinde Verwendung.

Gegen 17 Uhr war der Einsatz für die Halveraner THW-Gruppe, die der Zugführer für den „guten, reibungslosen Ablauf“ lobte, beendet. Zudem freuten sich Oelke und sein Team darüber, dass „Leute spontan anhielten und sich bei uns bedankten“, auch wenn sich wiederum andere „unmöglich aufgeführt hätten und sich beschwerten, dass wir den Weg blockieren“.

Wie die Pressestelle des Märkischen Kreises mitteilte, war neben dem THW-Ortsverband Halver auch die Iserlohner Gruppe in Essen im Einsatz. Auch hätten 75 Feuerwehrleute aus Werdohl, Meinerzhagen, Plettenberg, Nachrodt-Wiblingwerde und Iserlohn im Schichtdienst bis gestern, circa 11 Uhr, die Aufräumarbeiten nach dem schweren Unwetter in Essen unterstützt. Bis dahin hätten sie rund 140 Einsatzaufträge abgearbeitet. Die Verpflegung wurde durch die Johanniter Unfallhilfe (JUH) Lüdenscheid sichergestellt. Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath lobte die hohe Einsatzbereitschaft aus dem Märkischen Kreis. - dr/pmk

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