Humboldtschule: Klare Position gegen Diskriminierung

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Eine klare Position gegen Rassismus nehmen Annika (v.l.), Nemanja und Merisa sowie Schulleiter Reiner Klausing (hinten l.) und SV-Lehrer Christian Croonen von der Humboldtschule ein.

Halver - Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Ein bundesweites Projekt bietet Schülern die Möglichkeit, sich bewusst gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt zu wenden. Die Humboldtschule ist nun Teil dieses Netzwerks.

Über 2000 Schulen beteiligen sich in Deutschland an diesem Schulnetzwerk. Auch an der Humboldtschule wolle man eine „klare Position gegen Diskriminierung“ beziehen, erklärt Schulleiter Reiner Klausing.

„Im vergangenen Herbst haben wir uns vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation entschieden, aktiv zu werden, da für uns Vielfalt – Herkunft, Religion und Aussehen – für uns nicht nur eine Tatsache, sondern auch ein positiver Wert ist“, so der Schulleiter. Seit Februar ist die Schule nun Mitglied des Netzwerks.

Im Vorfeld führten die Initiatoren eine Unterschriften-Aktion durch – über 90 Prozent der Schüler und Beschäftigten unterschrieben eine Selbsterklärung. Klausing: „Mit dem Brief von der Bundes-Koordinationsstelle in Berlin haben wir die offizielle Bestätigung und mit Gini Meyer von Luxuslärm eine bekannte Patin für unser Engagement bekommen. Doch das ist nur ein kleiner Schritt. Wir wollen das auch an der Schule leben und gestalten.“

Zertifizierungsfeier an der Humboldtschule am 28. April

So soll es am 28. April nach einem zweitägigen Religions-Projekt, das unter dem Motto „Wir sind Kinder Abrahams“ laufen soll, eine Zertifizierungsfeier geben.

Ziel der Schulen im Netzwerk ist es, dass die Schüler das Schulklima aktiv mitzugestalten. Auch die Kinder und Jugendlichen an der Humboldtschule haben viele Ideen gesammelt und werden dieser in die Tat umsetzen.

Schüler wollen mit Aktionen für besseres Miteinander sorgen

„Wir wollen an der Schule keinen Streit. Hier soll niemand wegen seiner Hautfarbe oder Religion beleidigt werden“, sagt der zwölfjährige Nemanja, der sich als Schülervertreter gegen Diskriminierung einsetzt. „Jeder hat seine Talente. Der eine kann vielleicht besser Fußball spielen, der andere besser turnen. Wir wollen keinen Neid aufkommen lassen, sondern von einander lernen“, ergänzen seine zwölf und elf Jahre alten Mitstreiterin Merisa und Annika.

Mit zahlreichen Aktionen – unter anderem eine Schülerolympiade mit Flüchtlingskindern, einen Sponsorenlauf beim nächsten Sportfest oder einem Kuchen- und Getränkeverkauf – wollen die Schüler etwas für ein besseres Miteinander unternehmen.

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