Halveraner reisen per Draisinen-Bahn nach Oberbrügge

Eine außergewöhnliche Aktion vor einer spektakulären Kulisse: Während sich der Himmel in schillernden Tönen färbte, starteten die Fahrzeuge auf den Schienen in Richtung Oberbrügge. ▪ Finger

HALVER ▪ Eisiger Wind statt Nebel – da streikten auch vorerst die Motoren der Draisinen-Bahn am Kulturbahnhof. Zum allerersten Mal bot der privatgeführte Verein „Railroad-patrol“, mit Sitz in Remscheid, die Reise auf Schienen zwischen Halver und Oberbrügge an.

Bereits am Freitag hatte die logistische Vorbereitung des zehnköpfigen Teams für die Veranstaltung begonnen. „Es ist zwar immer viel Arbeit, aber das machen wir gerne. Jeder von uns ist mit vollem Engagement bei der Sache. Das sind alles private Fahrzeuge, die eingesetzt werden“, erläuterte der Vorsitzende des Vereins, Andreas Gartmann. Angetrieben wurden diese von Benzinmotoren. „Unser Golf II nutzt ganz simpel die Autotechnik, nur die Räder sind ausgetauscht und schienengerecht.“

Die Mitglieder von „Railroad-patrol“ haben bereits mehrfach Oster-, Nikolaus- und Gruselfahrten geplant und durchgeführt. So waren sie mit ihren Schienenprojekten bereits in Hückeswagen, Wuppertal und Lennep aktiv. So war das Interesse in „der Stadt im Grünen“ auch recht ansprechend und eine halbe Stunde vor der geplanten Abfahrtzeit bildete sich eine lange Schlange an Bahnfans, die Fahrtkarten erstehen wollten. Der Fahrpreis für Erwachsene betrug sechs Euro, Kinder unter 15 Jahren zahlten dagegen die Hälfte. Nach einer letzten Probefahrt auf der Strecke wurde schließlich grünes Licht zur Abfahrt der Schienenfahrzeuge gegeben.

Friedrich Wilhelm Kugel war mit dem „Schienentaxi“ ebenfalls einer der Chauffeure. „Ich gehöre zwar nicht zum Organisationsteam, helfe aber gerne aus, so dass alle Interessierten heute mitfahren können“, so Kugel. NachBehebung der technischen Probleme, gingen mit halbstündiger Verspätung und anbrechender Dunkelheit die ersten beiden Fahrzeuge auf die Reise. Das Gefährt „Dorothy“ und der Kübelwagen folgten kurz darauf. Mit durchschnittlich 17 Stundenkilometern ging es in gemütlicher Manier Richtung Oberbrügge. „Jeder soll die Fahrt genießen können und genug Gelegenheit haben, die Umgebung zu genießen.In den etwa 40 Minuten gibt es sehr viel zu sehen“, so Gartmann.

Die nächste Veranstaltung dieser Art könnte eventuell am Osterwochenende des kommenden Jahres stattfinden. Das „Osterrennen“, was bereits erfolgreich in Wuppertal und Hückeswagen stattgefunden hat, könnte dann eventuell auch an der Bahnhofstraße starten. Mit der Resonanz der ersten „Nacht- und Nebelfahrt“ zeigten sich die Veranstalter zufrieden. ▪ bf

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