Traumberuf Kosmetikerin

+
Erzieher im Kindergarten: Philipp Salnikow und Nico Kaschitzki absolvieren ihr dreiwöchiges Betriebspraktikum im Kindergarten „Pusteblume‘‘ in Halver.

HALVER - Ob als Kosmetikerin, Erzieher oder PTA (pharmazeutisch-technische Assistentin): Insgesamt 74 Realschülerinnen und -schüler, davon 45 in Halveraner Betrieben, absolvieren zurzeit dreiwöchige Praktika, um erste Einblicke ins Berufsleben zu erhalten. Vier von ihnen berichten von ihren ersten Erlebnissen.

Diana Tissens neue Arbeitsstätte auf Zeit ist der Beautypoint „Walter“ in Halver. Für ein Praktikum als Kosmetikerin hat sich die Schülerin entschieden, weil es ihr Freude bereitet, mit Nagellacken zu arbeiten und ihr der Beruf durch einen so genannten „Kompetenzchecker“, der im vergangenen Jahr Stärken und Schwächen der Schüler untersucht hatte, empfohlen wurde. Diana Tissen: „Zu meinen Aufgaben gehört das Bemalen von Tips für künstliche Nägel und das Assistieren bei der Maniküre.“ Kunden darf sie während ihres Praktikums allerdings nur dann eigenständig bedienen, wenn sich Freunde und Bekannte für eine Behandlung bereiterklären. Nach einer Woche ist für Diana bereits klar: Sie könnte sich gut vorstellen, später diesen Beruf auszuüben.

„Von meinen Praktikanten erwarte ich, dass sie interessiert sind und selber etwas ausprobieren“, sagt Manuela Walter, Inhaberin des Nagelstudios. Praktika bietet sie an, um den Nachwuchs zu fördern. Außerdem sollen die Praktikanten Erfahrungen sammeln, um sich persönlich ein Bild vom Beruf einer Kosmetikerin machen zu können.

Gleich mehrere Realschülerinnen und -schüler absolvieren ihr Betriebspraktikum als Erzieher: Philipp Salnikow und Nico Kaschitzki arbeiten beide seit einer Woche im Kindergarten „Pusteblume“ in Halver. „Ein Praktikum im Kindergarten hat mich interessiert, weil ich später einen sozialen Beruf erlernen möchte“, erklärt Philipp Salnikow seine Motivation. Auch Nico Kaschitzki möchte später mit Kindern arbeiten. Er sagt: „Unsere Aufgabe ist es, die Kinder zu betreuen, indem wir zum Beispiel mit ihnen spielen.“ Beide hätten vor ihrem neuen Job allerdings nicht erwartet, dass die Kinder manchmal durchaus ziemlich anstrengend sein können. Der Kindergarten „Pusteblume“ erwartet von seinen Praktikanten vor allem, dass sie neugierig auf das Arbeitsfeld sind und viele Fragen stellen. „Sie sollten aber auch aktiv auf die Kinder zugehen und offen in einem Gespräch sein. Uns ist es wichtig, dass Jugendliche erste Eindrücke bekommen und so entscheiden können, ob ihnen der Beruf des Erziehers liegt“, sagt Petra Schulz, stellvertretende Leiterin der „Pusteblume“ zu den Gründen der Einrichtung, Schülern ein erstes „Hineinschnuppern“ in den Betrieb anzubieten.

Diana Singer dagegen ist momentan in der Rats-Apotheke in Halver tätig. Sie hat sich für ein Praktikum als PTA entschieden, weil sie sich für Medizin interessiert und später gerne in diesem Bereich arbeiten würde. Diana Singer: „Als PTA in der Apotheke gebe ich Waren in den Computer ein und überprüfe die Inventurliste. Außerdem räume ich Medikamente ein und unternehme Botengänge zu Ärzten.“ Auch Diana erhofft sich, mehr über das Tätigkeitsfeld einer PTA zu erfahren. Ute Jakobi, Assistentin der Geschäftsleitung in der Rats-Apotheke, unterstützt sie dabei: „Die Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben, Einblicke in das Berufsfeld zu bekommen, das sie interessiert.“

Alle 74 Schülerinnen und Schüler haben noch bis zum 8. März Zeit, Aufgaben in ihren Wunschberufen zu erledigen - danach geht es zurück in den Schulalltag. - Marie Ferinac

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare