Weitere Flächen für Gewerbe in Halver in der Prüfung

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Blick aus Richtung Ostendorf nach Westen auf das bestehende Gewerbegebiet Oeckinghausen. Vorstellbar ist aus Sicht der Planer eine Erweiterung nach Westen beziehungsweise Norden.

Halver - In die Suche nach weiteren Industrie- und Gewerbeflächen in Halver sollen weitere Bereiche einbezogen werden.

Im Wesentlichen sind es Gebiete nahe des Gewerbegebiets Oeckinghausen und ein weiteres östlich von Langenscheid. Im Ausschuss für Planung und Umwelt am Mittwoch, 6. September, geht es erneut um die „Erhebung und qualitative Bewertung der Gewerbe- und Industrieflächenpotenziale“ im Märkischen Kreis und konkret in Halver. Verwaltung und offenbar auch weite Teile der Politik sehen Handlungsbedarf, was das Angebot an Gewerbeflächen angeht. 

Die Stadt hatte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen ein Gutachten erarbeiten lassen, das bis zum Jahr 2035 einen Fehlbedarf von 26 Hektar ausweist (ein Hektar gleich 10 000 Quadratmeter). Als konkrete Suchräume benannt wurden zunächst:

  • an der Susannenhöhe südlich der Bundesstraße 229 in einer Größe von knapp 21 Hektar, bislang landwirtschaftlich genutzt 
  • gegenüber der Ortschaft Heesfeld in einer Größe von knapp 32 Hektar südlich der B 229, landwirtschaftlich genutzt, eingegrenzt durch das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg im Südosten und der Kommunalstraße Richtung Berge/Neuenhaus im Osten 
  • im Bereich Kückelhausen östlich von Anschlag, südlich der Landesstraße 284, in einer Größe von etwa 17 Hektar, beginnend ab Bergfeld bis zur Einmündung der Kreisstraße 3 in Richtung Kerspetal J im Gebiet Schmidthausen/Kiersper Löh/Neuenhaus linksseitig der Landesstraße 528 (gesehen in Fahrtrichtung Kierspe) mit einer Größe von 40,3 Hektar, genutzt durch Landwirtschaft, Forst und gewerbliche Betriebe. 

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschloss der Rat diese Suchräume bei Gegenstimmen der Grünen und zwei weiteren aus SPD und CDU. Darüber hinaus erfolgte die Vorgabe, eventuelle weitere Flächen im Verfahren noch nachzumelden. Das geschieht nun für die anstehende Sitzung des Planungsausschusses und anschließend in Hauptausschuss und Rat. 

Es geht um:

  • eine Fläche östlich von Langenscheid, vorstellbar durch eine Erweiterung der vorhandenen Erschließungsanlage Oststraße. 
  • einen Bereich westlich des Bebauungsplanes Nr. 13 „Gewerbegebiet Oeckinghausen“ durch eine Erweiterung der Erschließungsanlage Alfred-Jung-Straße und 
  • nördlich des Gewerbegebiets Oeckinghausen durch die Erweiterung der Erschließungsanlage Daimlerstraße. 

Während diese Bereiche ins Prüfverfahren aufgenommen werden, sei dies für eine andere Fläche wenig sinnvoll, heißt es in der Vorlage. Dieser Bereich hätte nördlich des Bebauungsplans „Industriegebiet Langenscheid“ in Richtung Niederlangenscheid gelegen. 

Dort stünden immissionsrechtliche Bedenken angesichts der benachbarten Wohnbebauung im Wege, außerdem topografische Schwierigkeiten sowie landschafts- und wasserrechtliche Bedenken, darunter der Langenscheider Bach mit Schutzbereichen. Ein zusammenhängender Industrie- und Gewerbebereich in einer Größe von fünf Hektar oder mehr sei dort nicht darstellbar.

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