Halveraner liegen Israel zu Füßen

Alle hinlegen: Die Halveraner Jugendlichen haben auf einer breiten Freitreppe „Planking“ gemacht – und dieses Brautpaar schritt wie durch ein Spalier hindurch.

HALVER ▪ Spannender Austausch – mit Kultur, Geschichte und Badespaß: Einige Jugendliche aus Halver sind zurzeit zu Gast in Israel. Zusammen mit Leiterin Andrea Reichen lernen sie dort Menschen und Kultur kennen – eine spannende Reise.

Am Mittwoch sind die Halveraner nach Tel Aviv gefahren: Dort besuchten sie zuerst das Diaspora Museum. Während einer eineinhalbstündigen Führung haben die Jugendlichen einiges gelernt: Über das Judentum, die Feiertage oder die Diaspora. „Aber auch wie man die ‘Regeln’ der Religion einhielt. Wenn man in der Welt verstreut war – zu Zeiten, wo es noch kein Internet oder Telefon gab“, schreibt Leiterin Andrea Reich per E-Mail.

Sie hat auch einige Fakten über Tel Aviv parat: Die Stadt habe 3,2 Millionen Einwohner, wobei die Hälfte der Menschen zwischen 20 und 30 Jahren alt sei. „Es heisst: In Jerusalem wird gebetet, in Haifa gearbeitet und in Tel Aviv gelebt – eine Stadt die niemals schläft.“

Im Anschluss an den Museumsbesuch ging’s zum Einkaufen: Das Dizengoff-Center ist ein grosses Einkaufszentrum mitten in Tel Aviv. Hier konnten sich die Halveraner einen Eindruck über das Leben in Israel verschaffen. Aber: „Bevor wir das Center betreten durften, wurden erstmal die Taschen kontrolliert und jeder wurde mit einem Metaldetektor abgetastet“, erzählt Reich. Aber das sei kein Problem gewesen, denn es diene ja schließlich der eigenen Sicherheit.

Nach der kleinen Shoppingtour ging es mit dem Bus weiter nach Jaffa. Das ist eine rund 4000 Jahre alte Kreuzfahrerstadt und ein Stadtteil von Tel Aviv, das es übrigens erst seit knapp 60 Jahren gibt. Von einem Aussichtspunkt aus hatten die Halveraner einen guten Ausblick auf die „Skyline“ von Tel Aviv. Anschließend waren sie dann noch auf der Wunschbrücke, um sich etwas zu wünschen, und ruhten sich dann auf einer breiten Freitreppe aus. Denn dort gab es viel zu sehen: Acht Brautpaare ließen sich fotografieren – und irgendwann waren auch die Jugendlichen aus Halver Bestandteil der Hochzeitsfotos. Die Fotografen setzten die Verliebten mit den Urlaubern in verschiedenen Posen in Szene – unter anderem auch liegend. „Wir wollten unbedingt Planking machen, das sogenannte ‘Hinlegen-Spiel’“, erzählt Andrea Reich. Dabei legen sich alle mit dem Gesicht nach unten und seitlich angelegten Armen hin. „Das war eine superwitzige Aktion. Ein Brautpaar ist wie durch ein Spalier zwischen uns durchgeschritten.“

Nach einem Sonnenuntergang im Hafen von Jaffa ging’s dann wieder zurück nach Pardess Hanna. Die Jugendlichen sind abends noch zusammen mit ihren Gastgeschwistern Pizza essen gegangen. Und gestern standen Fahrten nach Nazareth, an den See Genezareth und nach Hamat Gader auf dem Programm. ▪ Lisa Weber

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