Cora Pawlowske malt Portraits zum Vernaschen

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Marzipan ist ihr Papier – Schokolade ihre Farbe: Cora Pawlowske hat seit einem Jahr die Schokomalerei für sich entdeckt. Seitdem zeichnet sie essbare Portraits in ihrer eigenen Backstube auf dem Heede.

HALVER - Bilder zum Vernaschen: Kakao ist ihre Farbe. Und Marzipan ihr Papier. Wenn Cora Pawlowske malt, dann isst nicht nur das Auge mit - sondern ihr Werk lässt sich tatsächlich verspeisen. Dabei ist die Backstube das Atelier. Vollendet die 38-Jährige schließlich ihre essbaren Kunstwerke, dann werden sie meist für die Ewigkeit bewahrt.

Es ist eine alte Tradition, die Cora Pawlowske in ihrer kleinen Backstube auf dem Heede vor einem Jahr aufleben ließ. Kakaomalerei stamme ursprünglich aus dem asiatischen Raum, sagt die gelernte Konditorin. „Ich weiß gar nicht mehr, wie ich darauf kam. Aber es macht unheimlich viel Spaß.“ Und ist zugleich eine kleine Herausforderung: Mit Olivenöl und Kakao zu malen, das erfordert Präzision - ausradieren geht nicht. Aber bis jetzt habe sie kein Portrait wegwerfen müssen, was angesichts der Lebensmittel auch zu schade sei. Dabei bannt die Torten-Expertin vom Baby bis zum Senior jeden aufs Marzipan - ganz nach den Wünschen ihrer Kunden. Oft bestellten sie die Portraits als Deko für Torten zur Geburt oder Hochzeiten. „Gegessen werden sie aber meistens nicht“, sagt Cora Pawlowske. Müssen sie auch nicht - hinter Glas oder mit Lebensmittelspray eingesprüht halten sie ewig.

Ihre Ausbildung absolvierte sie übrigens bei der Konditorei Weyland und arbeitete insgesamt elf Jahre dort. Nun arbeitet die zweifache Mutter von der eigenen Backstube aus und fertigt Torten, Kakaomalerei & Co. auf Bestellung - ein Lebenstraum hat sich erfüllt.

Und wie lange braucht man für so ein Portrait? „Das kommt ganz darauf an. Manchmal habe ich es in einer halben Stunde geschafft, für das Bild meines Vaters brauchte ich jedoch sechs Stunden.“ Sie sei eben Perfektionistin - und ein Bild komme erst zum Kunden, wenn sie zu hundert Prozent damit zufrieden sei. „Schließlich ist das etwas sehr Persönliches.“ - Lisa-Marie Weber

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