Halveraner Jugendliche randalieren an Halloween

Randale in Halver: An Halloween bewarfen Jugendliche einige Häuser mit Eiern und Kürbissen. ▪ Zacharias

HALVER ▪ Selbst ohne große Kenntnisse vom US-Import Halloween: Spätestens seit Montagabend wissen Anwohner aus dem Bereich Weststraße, warum diese Nacht auch als „Nacht des Schreckens“ bezeichnet wird. Einige Jugendliche trieben dort im wahrsten Sinne des Wortes ihr Unwesen.

Während zahlreiche Kinder den Anlass erneut nutzten, um sich gruselig zu verkleiden und an den Türen „Süßes oder Saures“ zu rufen, verloren die Älteren anscheinend alle Hemmungen: Sie bewarfen Häuser mit Eiern, beschädigten Briefkästen, verwüsteten Vorgärten. In bis zu zehnköpfigen Gruppen seien einige Jugendliche in der Nacht zu Dienstag durch die Straßen gezogen, um nicht nur spielerisch, sondern ganz real für Unheil zu sorgen.

Anwohner der Mühlen- oder Weststraße, an Katrineholmstraße oder Hechtweg blicken auf einen im Vergleich zu den Vorjahren besonders schlimmen Halloweenabend zurück. Auch an der Karlshöhe sei es zu Vorfällen gekommen, wie es gestern hieß. Doch für die Polizei sind häufige Einsätze in der „Nacht der Gespenster“ mittlerweile Routine. „Das ist leider jedes Jahr das Gleiche“, hieß es gestern aus der Halveraner Wache. So sei man auch am Montagabend immer wieder mit dem Streifenwagen unterwegs gewesen, um die Unruhestifter zur Rede zu stellen – den Tätern sei beim Antreffen eine „Standpauke“ erteilt worden, Strafanzeigen habe es jedoch nicht gegeben.

Zum größten Teil hätten die Ordnungshüter „groben Unfug“ notiert: Wenn etwa Kürbisse an Fenster geworfen oder die Bewohner an der Haustüre vehement zur Herausgabe von Süßigkeiten aufgefordert wurden – wohl gemerkt: Nicht etwa von Kindern, sondern von teils vermummten jungen Erwachsenen, die mitunter sogar Geld als alternatives Geschenk eingefordert hätten, wie sich eine Anwohnerin im Gespräch mit unserer Zeitung erinnerte.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es zahlreiche Beschwerden von Anwohnern gegeben, nachdem Jugendliche durch die Straßen gezogen waren und für erheblichen Ärger bei Hausbesitzern gesorgt hatten. Damals wurden nach Angaben der Betroffenen auch Fassaden mit Farbe beschmiert und Blumen aus Vorgärten herausgerissen. ▪ Frank Zacharias

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