Halveraner fällt auf Telekom-Vertreter rein

Jürgen Gronau ist „sauer“: Seit fast drei Wochen geht sein Telefon nicht mehr.Ruthmann

Halver ▪ Eigentlich hatte er sich nur mehr (Fernseh-) Unterhaltung versprochen, doch heute sagt der selbstständige Gewerbetreibende Jürgen Gronau von der Mozartstraße: „Ich unterschreibe nie wieder etwas an der Haustür!“

Denn „so gut“ wie bei Rita Kristant (wir berichteten) ging es beim Halveraner nicht aus. Obwohl auch er einen Werber an der Haustür hatte und sich überzeugen ließ, dass Entertain-Paket der Telekom zu bestellen. Er brauche nur den Receiver, sonst keine weiteren Geräte, hörte sich die „neue Fernsehunterhaltung“ gut an.

Der Receiver kam, ans Fernsehen angeschlossen – nichts, weder Bild, noch Ton, noch sonst irgendwas. Gronau rief einen Fernsehtechniker, der ihn dann erst einmal aufklärte, dass der Receiver an den DSL-Router angeschlossen werden muss. Dafür wurde die Verlegung eines Kabels notwendig. Denn der Halveraner hatte seinen Internetanschluss in einem ganz anderen Raum – ein Kabel wurde also sozusagen von der einen Hausseite zur anderen verlegt, natürlich mit entsprechenden Kosten (150 Euro) verbunden.

„Das hätte ich mir schenken können“, ärgert sich Jürgen Gronau, denn auch mit dem Anschluss an den DSL-Router tat sich auf dem TV-Gerät nichts. Wenigstens zwei weitere Geräte – unter anderem einen neuen Router – hätte sich der Halveraner entgegen den Aussagen des Werbers zulegen müssen. Ende September wurde der Vertrag also widerrufen und der Receiver zurückgeschickt.

Jürgen Gronau dachte, damit sei die Angelegenheit erledigt – am 7. Oktober dann der kleine Schock: Auf einmal ging die Telefonanlage (ISDN) nicht mehr. Der Gewerbetreibende konnte weder anrufen noch angerufen werden. Hilfe versprach ein Mitarbeiter eines Telekom-Ladens: Bis zum 12. Oktober sollte das Telefon wieder funktionieren. Doch weder am 12. Oktober, noch in den zwei Wochen danach funktionierte der Festnetzanschluss von Jürgen Gronau. Seit drei Wochen ist nur „Ihr gewünschter Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar“ zu hören. Wie sich später herausstellen sollte, hatte der Werber – der zwar auch eine Handynummer angab, die jedoch nicht erreichbar ist – an einer wichtigen Stelle etwas falsch angekreuzt.

Jürgen Gronau schaut mittlerweile längst wieder wie früher via Satellite Fernsehen, und auch sein Internetanschluss funktioniert einwandfrei. Der Gewerbetreibende hofft, dass er möglichst bald auch wieder per Telefon erreichbar ist. Nicht nur die Kosten für die Kabelverlegung, sondern auch einen Verdienstausfall dürfte dem Halveraner diese Geschichte beschert haben. ▪ Det Ruthmann

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