Gesunde Ernährung für Vierbeiner

Hundetrainerin Franziska Hüttker (rechts) informierte zum Thema gesunde Hundeernährung.  

Halver - Als Hundetrainerin befasst sich Franziska Hüttker auch mit gesunder und artgerechter Ernährung. Gesundes Futter beugt Krankheiten vor und erspart spätere Tierarztkosten, das würden viele Beispiele zeigen.

„Man sieht es nicht sofort, wenn ein Hund einen Mangel hat, sondern erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist“, informierte Hüttker bei einer Veranstaltung am Samstag in der Gaststätte „Zum Berliner Platz“.

Der Nährstoffbedarf eines Hundes ist abhängig von seinem Alter, der Größe, dem Geschlecht, seinen Aktivitäten und vom Körpergewicht. Hunde brauchen Vitamine, Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Proteine und Fette in unterschiedlichen Prozentanteilen. Zuviel Fett führt zu Übergewicht. „Das ist schlecht für Knochen und Gelenke“, erläuterte Hüttker. Die tägliche Nahrungsmenge solle ein Prozent des Körpergewichtes betragen und wie folgt zusammengesetzt sein: 70 Prozent Fleisch, 10 Prozent Gemüse und 20 Prozent Kohlenhydrate.

Qualitativ hochwertiges Futter, so Hüttker, erkenne man nicht am Preis. Aber auch die Deklaration der Inhaltsstoffe sei nicht unbedingt aussagekräftig. „Enthält eine Packung vier Prozent Huhn kann das auch bedeuten, dass darin geschredderte Federn, Schnäbel oder Füße enthalten sind.“ Nicht zu unterschätzen sei zudem der Anteil an Antibiotika. Hinter der Bezeichnung „Öle und Fette“ stecke häufig Altöl, erklärte sie weiter. Nicht selten würden Sand und Sägemehl als Füllstoffe eingesetzt.

Informativ sei die Deklaration: „Enthält 64 Prozent Muskelfleisch.“ Ein Kilogramm dieses Futters kann allerdings 16 Euro kosten – im Gegensatz zu 99 Cent-Ware vom Discounter, das von der Stiftung Warentest mit „Gut“ bewertet wurde. Der Haken an der Sache: „Die Stiftung Warentest prüft lediglich, ob die angegebenen Inhaltsstoffe enthalten sind. Das sagt allerdings nichts über die Qualität des Futters aus“, sagte Hüttker.

Für manchen Hundehalter sei Barfen die richtige Fütterungsart. Dem tiefgekühlten Fleisch müssen allerdings Mineralien in Pulverform beigemischt werden. Hundewurst, so erläuterte die Referentin, sei gesund, artgerecht und die Kosten seien überschaubar.

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