Vandalismus auf dem Schulgelände

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Immer wieder finden sich Müll und Glasscherben auf dem Schulgelände.

Halver -  „Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich dazu noch sagen soll“, sagt Peter Feest, Hausmeister des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) und der Ganztagsschule (GTS) Halver und blickt kopfschüttelnd auf den Vorplatz der GTS. Müll, zerbrochene Flaschen sowie eine gesplitterte Eingangsscheibe zeugen von gezieltem Vandalismus.

„Das muss erst gestern Abend oder heute Nacht passiert sein. Das war vorher noch heil“, sagt Feest und begutachtet die Scheibe. Er entdeckt ein Einschussloch im gesplitterten Glas. „Das war Absicht. Einfach pure Zerstörungswut von gelangweilten Jugendlichen“, vermutet der Hausmeister, der sich oft mit Vandalismus auf dem Schulgelände auseinander setzen muss. Zudem ärgert sich Feest, dass solche unsinnige Zerstörungswut nur unnötig Kosten verursachen würde. „So eine Scheibe zu ersetzen ist nicht billig“, weiß er aus der Erfahrung.

Keine fünf Meter entfernt, ebenfalls im Eingangsbereich der Ganztagsschule, liegen leere Zigarettenschachteln, abgebrannte und unachtsam weggeworfene Kippenstummel und zerbrochene Bier- und Vodkaflaschen.

Gerade die spitzen Glasscherben seien nicht nur unansehlich, sondern auch gefährlich – auch für Vierbeiner, da an den Schulen auch oft Anwohner mit Hunden Gassi gehen würden. Peter Feest hat selbst ebenfalls einen Hund, den er auf dem Gelände besser nicht mehr ohne Leine ausführt, aus Sicherheitsgründen.

Ebenfalls total zugemüllt sind die Parkplätze des AFG und der GTS. Essensreste, Pappkartons und leere Getränkedosen liegen dort verstreut. Und das obwohl Feest bereits vor längerer Zeit zwei große Mülleimer dort aufgestellt hatte. „Die sind eigentlich nicht zu übersehen. Trotzdem liegt der Müll genau davor, als wäre er absichtlich verstreut worden.“ Vor allem abends, wenn er die Schranke der Zufahrt zum AFG-Schulhof schließt, würden die Jugendlichen mit ihren Autos auf den Lehrerparkplatz der GTS „ausweichen“. Dort würden dann die Gelage stattfinden.

Feest habe bei der Stadt schon oft um Hilfe gebeten. Passiert sei allerdings recht wenig. „Kürzlich kamen Mitarbeiter des Bauhofes mit Flüchtlingen im Schlepptau. Die durften dann das Schulgelände sauber machen“, hatte Feest beobachtet. Es sei ein Unding, dass solche Menschen den Müll und die Hinterlassenschaften deren wegräumen müssten, die seiner Meinung nach kein Benehmen haben. „Es sind immer die gleichen Leute. Egal ob man mit Engelsgeduld auf sie einredet, es ändert sich gar nichts. Mit der Zeit resigniert man auch nur noch“, sagt ein sichtbar frustrierter Hausmeister. Feest hofft, dass sich an der Grundsituation zukünftig etwas ändert, allerdings sei seine Hoffnung nicht groß. „Es wird irgendwie eher immer schlimmer mit dem Vandalismus. Das ist traurig und macht einen sprachlos."

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