Nur wenige Halveraner "flüchten" gen Süden

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Maja Gering (links) und Verena Kirsten vom Reisebüro Brandt beobachten „keine großen Veränderungen.“

HALVER - „Mal eben vier Tage Mallorca, ein kurzfristiger Ausflug nach Holland“, aber viel mehr Anfragen für einen spontanen Osterurlaub habe es in den letzten Tagen nicht gegeben, erzählt Susanne Doßmann vom Reisebüro Kattwinkel.

Einige wenige Halveraner hätten zwar kurzentschlossen die Flucht vor dem nicht enden wollenden Winterwetter in exotische und vor allem wärmere Gefilde ergriffen. Der Große Ansturm, den man vielleicht erwartet hätte, sei aber ausgeblieben. Dies bestätigen auch Verena Kirsten und Maja Gering vom Reisebüro Brandt: „Spontanfahrer gibt es immer.“ In diesem Jahr sei aber keine wirklich verstärkte Tendenz in diese Richtung erkennbar gewesen.

Dennoch stünden warme Reiseziele rund ums Mittelmeer nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste der Urlauber für die Osterferien. Der absolute Spitzenreiter bleiben laut beiden Büros aber die Kanaren, gefolgt von Mallorca. Die Baleareninsel „geht immer“, wie Susanne Doßmann betont. Der weniger warme Skiurlaub sei zwar auch über Ostern noch beliebt, werde aber vor allem privat und nicht übers Reisebüro gebucht.

Generell seien keine bestimmten Trends bei der Wahl der Urlaubsorte der Halveraner zu beobachten. Vielmehr habe jeder seine eigenen Präferenzen, denen er meistens auch immer wiedertreu bleibe.

Dies wird auch im Hinblick auf aktuelle Krisengebiete wie Ägypten oder Griechenland deutlich: Viele Urlauber, die diese Länder schon seit Jahren immer wieder besuchen, ließen sich in der Regel auch von Krisenmeldungen nicht davon abhalten. Andere Kunden seien hingegen eher skeptisch und führen lieber woanders hin.

Laut Maja Gering zeichne sich aber auch eine neue Entwicklung im Bezug auf die nordafrikanischen Länder ab: Die ehemaligen Krisenregionen „gehen wieder besser“, nur bei Tunesien sei die Nachfrage etwas eingerostet. Grundsätzlich würden aber nur von wenigen Kunden Nachfragen wegen Sicherheitsbedenken geäußert.

Alles in allem kann wohl festgehalten werden, dass die Halveraner in ihrem Reiseverhalten solide sind und sich auch von kaltem Wetter nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wie Susanne Doßmann anmerkt, kann der Grund dafür aber auch an finanziellen Aspekten liegen: Nicht jeder könne es sich leisten, einfach so spontan weg zu fahren und grade wer Kinder hat, sei oftmals in seiner Flexibilität eingeschränkt. Viele Familien wählten daher die Sommerferien für den großen Jahresurlaub.

Für die daheim gebliebenen bleibt unterdessen ja noch die Hoffnung, dass die zweite Ferienwoche auch in Halver vielleicht doch noch ein wenig frühlingshaftes Wetter bereit hält.

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