Haushalt genehmigt

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Halver - Die Genehmigung des Haushalts durch die Bezirksregierung in Arnsberg macht den Weg frei für die Investitionen, die sich die Stadt Halver für dieses Jahr vorgenommen hat.

Rund 10,5 Millionen Euro sind veranschlagt für zentrale Projekte. Es sind unter anderem 

  • die Sanierung des Aussichtsturmes an der Karlshöhe 
  • den Umbau des Bürgerzentrums in neuen Räumen in der Ganztagsschule 
  • den Umbau innerhalb der Grundschule Oberbrügge, um dort den neuen Kindergarten in Betrieb nehmen zu können
  • die Kanalbaumaßnahme in Oberbrügge am Nocken, um die Voraussetzungen für das Neubaugebiet Schmittenkamp zu schaffen 
  • die Ersatzbeschaffungen für den Bauhof  
  • ein Löschfahrzeug, das die Feuerwehr benötigt vom Typ LF 20/16 
  • der Rückkauf der Straßenbeleuchtung von den Stadtwerken. 

Das Halveraner Zahlenwerk, das nun genehmigt ist, umfasst für das Jahr 2017 40,8 Millionen Euro an Aufwendungen und 39,7 Millionen Euro an Erträgen. Daraus ergibt sich ein laufendes Defizit von 1,1 Millionen Euro – und zwar zum letzten Mal. 

Für das kommende Jahr ist der Haushaltsausgleich vorgesehen. Die Kämmerei kalkuliert für den 2018er-Haushalt mit einem Plus von 311.107 Euro. 1,4 Millionen sollen es 2019 sein, 1,86 Millionen im Jahr 2020. 

Erwartungen auf mögliche „Wohltaten“ dämpft Kämmerer Markus Tempelmann bereits im Ansatz. Mit Stand von gestern Mittag betrugen die städtischen Schulden 41,549 Millionen Euro. Ziel sei es, im Jahr 2018 die Schuldenlast der Stadt unter die Grenze von 40 Millionen Euro zu drücken und noch in den 20er-Jahren unter 30 Millionen Euro zu kommen, wie Tempelmann sagt. 

Hintergrund sei eine Situation auf die die Stadt keinen Einfluss habe: Steige der Zinssatz auf den Geldmärkten wieder an, entstehe eine jährliche Zusatzbelastung für die Stadt Halver, die dann kaum noch zu kompensieren sei. Die Schulden aber hinterlasse man der kommenden Generation, mahnt der Kämmerer. 

Aus diesem Grund seien die Sparanstrengungen der vergangenen Jahre unverzichtbar gewesen. Dazu gehörte unter anderem das Einfrieren der Personalkosten auf dem Stand von 2012. Aber die Haushaltskonsolidierung in den Jahren 2012 bis 2022 ergebe einen Betrag von 22,4 Millionen Euro, der auf die Schuldenlast noch aufzusatteln wäre. Hinzu komme noch ein Betrag von 7,3 Millionen Euro, die aus dem Stärkungspakt in diesem Zeitraum nach Halver bewegt wurden oder noch werden. 

Ohne Konsolidierung und Schuldenpakt müsste sich die Stadt um einen Schuldenberg von annähernd 70 Millionen Euro kümmern.

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