Eine große Portion Kraftfutter als Belohnung

„Jara“ aus Halver ist die schönste Kuh im Westen

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Die sechsjährige „Jara“ ist die erste Kuh der Rasse „Jersey“, die den Wettbewerb der Züchtervereinigung gewonnen hat

[Update, 15.55 Uhr] Halver - Das Ehepaar Wiethege aus Halver ist stolzer Besitzer der schönsten Kuh in Westdeutschland. Beim Wettbewerb der Züchtervereinigung Rinder-Union West (RUW) in Hamm wurde mit der sechsjährigen „Jara“ erstmals in der Geschichte eine Kuh der Rasse „Jersey“ zum Sieger gekürt.

Besitzer Thomas Wiethege weiß, was den Ausschlag zum Erfolg am Donnerstagabend gegeben hat: „Bei einer Milchkuh ist das Euter das wichtigste Merkmal. Bei Jara ist es gleichmäßig und symmetrisch geformt.“ Nicht nur das Euter, sondern auch das Fell sei ein entscheidender Faktor für Sieg oder Niederlage. Deswegen habe das Paar für „Jara“ und die fünf weiteren Rinder, die am Wettbewerb teilnahmen, eigens eine Friseurin organisiert.

Dass „Jara“ – 128 cm hoch, 500 kg schwer und 7000 Liter Milch pro Jahr – zur Siegerin gekürt wurde, ist eine Besonderheit. Dass sie aber als erste Kuh der Rasse „Jersey“ auf dem ersten Platz landete, ist historisch. Denn in der Regel werden die im Vergleich zu den Jersey-Kühen etwas größeren und schwereren Holstein-Rinder von den Juroren auf die vorderen Plätze gewählt – nicht so am Donnerstagabend.

"Jara" ist die schönste Kuh Westdeutschlands.

"Entscheidung war eine spannende Sache"

„Die Entscheidung war eine spannende Sache. Der Preisrichter lief erst zwischen den letzten neun Kühen des Finalwettbewerbs hin und her. Das Publikum tobte – und plötzlich blieb er dann unter dem Jubel der Zuschauer bei Jara stehen“, sagt Wiethege über den Moment des Sieges. Den kostete das Ehepaar vor Ort in Ruhe aus. Mit „Jara“ und den fünf weiteren Rindern legten sich die Wietheges erstmal in die mit Heu ausgelegten Ruheboxen: „Den Tieren wollten wir eine Pause gönnen. Deswegen haben wir uns nicht sofort auf den Heimweg gemacht“, sagt Thomas Wiethege. Am Freitagmorgen gegen 4 Uhr reiste das Ehepaar dann zurück nach Halver.

Für „Jara“ gab es als Belohnung eine große Portion Kraftfutter, denn: „Nur wenn der Mensch gut zur Kuh ist, ist die Kuh auch gut zum Menschen.“

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