Schnelles Internet für Bürger in Schwenke

+
Gestern waren Mitarbeiter der Firma Ralf Rothstein Straßen- und Tiefbau GmbH (Waldbröl) an der Bundesstraße zugange. Insgesamt verlege man rund 3,5 Kilometer Glasfaserkabel, berichtet Bauleiter Klaus Poddan.

Halver - Bewohner des Ortsteils Schwenke können sich demnächst über eine schnellere Internetverbindung freuen. Die Arbeiten dafür sind in vollem Gange und voraussichtlich Mitte April abgeschlossen.

Im Auftrag der Telekom sind Mitarbeiter der Firma Ralf Rothstein Straßen- und Tiefbau GmbH aus Waldbröl täglich im Einsatz – gestern unter anderem an der Bundesstraße 229, zuvor aber auch an der K3 und Teilen der Beverstraße. „Wir sind fast mit dem Tiefbau durch. Entlang der B 229 verlegen wir rund 700 Meter Glasfaserkabel“, sagt Bauleiter Klaus Poddan. Insgesamt verlege man rund 3,5 Kilometer Kabel – und das geht so: Zunächst werden sogenannte Speednet-Rohre verlegt. In diese werden im Anschluss schmalere Kunststoffröhrchen eingeführt und zum Schluss die Glasfaserkabel „eingeblasen“, wie es im Fachjargon heißt.

16 Mbit und mehr – fast überall

„Wir haben mit der Telekom eine Vereinbarung getroffen, wonach der Mindeststandard 16 Mbit betragen muss. Für einen Großteil der Bewohner wird es aber eine deutlich schnellere Verbindung geben“, sagt Bürgermeister Michael Brosch. Lediglich ein kleiner Prozentsatz der Bewohner werde nicht von den 16 Mbit Gebrauch machen. „Dennoch wird die Geschwindigkeit auch in diesen Bereichen spürbar schneller sein als jetzt.“

Leichte Geschwindigkeitseinbußen sind im sogenannten FTTC-Verfahren begründet, das in Schwenke angewendet wird. Brosch: „Die Glasfaserkabel werden nur bis zum Umverteiler geführt.“ Die bestehenden Kupferkabel, die in die Häuser führen, bleiben demnach bestehen und sorgen für „Dämpfungseffekte“.

Die Stadt Halver investiert für die Glasfaser-Verlegung in Oeckinghausen, Schwenke und Hohenplanken einen sechsstelligen Betrag. Weiteres Geld fließt aus dem Fördertopf des RWP (Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm) des Landes NRW.

Wettbewerb wird zum Vorteil für die Bürger

Für die genannten Ortsteile hat das einen Vorteil: „Die Bewohner können sich ihren Internet-Anbieter demnächst selbst aussuchen“, sagt Brosch. Die Telekom ist zwar Inhaber der Leitung, muss jedoch Drittanbieter „durchlassen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare