Coronavirus im MK

Kindergärten schalten auf Corona-Betrieb

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Halver/Schalksmühle – Wie gehen Eltern von Kindergartenkindern mit der Schließung der Einrichtungen um? Das war die bange Frage für die Einrichtungen am Wochenende.

Am Montagmorgen beantworteten die Eltern sie selbst.  „Durchweg verständnisvoll“ hätten die Eltern reagiert. „Die wissen, dass sich nicht die Kindergärten selbst das ausgedacht haben“, sagt Sibylle Haberland, Leiterin der Awo-Kita Wundertüte an der Weststraße. Für lediglich ein Kind habe es eine Anfrage für eine Notbetreuung gegeben, doch das wäre allein mit sieben Erzieherinnen in der Kita gewesen. Ihr Dank gilt ausdrücklich aber dem Elternbeirat, der die entscheidenden Fakten am Freitag noch zeitnah an die Eltern weitergeleitet habe. 

Das sieht genauso Petra Gelhart von der größten Halveraner Kita, der DRK-Einrichtung Juno. Bei acht Gruppen und 153 Kindern geht sie aber davon aus, eine Notbetreuung anbieten zu müssen, wenn die Eltern die engen Kriterien dafür erfüllen. Am Montag waren es zwei Kinder, doch es gebe sicherlich noch Redebedarf mit den Arbeitgebern, vermutet sie. 

Bei Halvers jüngstem Kindergarten Wunderland in Oberbrügge war die Lage am Montag ebenfalls entspannt. Auf allen Kanälen hatten Mitarbeiterinnen und Träger die Eltern ab Freitag über den Sachstand informiert. Auch Eltern, die als „Schlüsselpersonen“ des öffentlichen Lebens einen Betreuungsanspruch hätten geltend machen können, hätten sich Alternativen gesucht. 

Kitas in Schalksmühle

Auch in Schalksmühle verlief der erste Tag unter dem Einfluss des Coronavirus ruhig ab. Gerade einmal ein Kind, dessen Eltern aufgrund ihrer Jobs zu den Schlüsselpersonen zählen, musste in der Awo-Kita „Mittendrin“ und Familienzenturm Stallhaus betreut werden. Ein weiteres könnte eventuell noch dazukommen. Alle Eltern seien gut über die Lage informiert gewesen, sagte Leiterin Charlotte Neuhaus. Die Arbeiterwohlfahrt, die Gemeinde und auch der Elternbeirat haben für gute Aufklärungsarbeit gesorgt. Die Erzieher seien auch am Dienstag vor Ort und „warten darauf, was der Arbeitgeber sagt“. 

Auch im Kindergarten „Junges Gemüse“ der Elterninitiative Viktoriastraße blieb es am Montagmorgen ruhig. „Die Situation ist relativ geklärt. Wir warten jetzt ab und müssen mit dem leben, was wir haben“, sagt Leiterin Elke Gabler-Peyinghaus. In der Einrichtung gebe es derzeit noch keine Anmeldung für eine Notbetreuung. Auch am Montag seien keine Kinder vor Ort betreut worden. Bereits am Freitag und auch über das Wochenende hinweg habe der Vorstand eine sehr intensive Informationsarbeit für die Eltern geleistet. Die Erzieher sind derzeit noch an der Viktoriastraße im Dienst, sie erledigen Schreibarbeiten oder führen Desinfektionsmaßnahmen durch. „Wir sind angehalten, im Kindergarten zu sein.“ 

„Alles ruhig“, so bezeichnete auch die Leiterin der DRK-Kita am Mathagen, Marion Wehner, die morgendliche Situation. „Die Eltern sind früh genau über die Maßnahmen die Internetseite des Trägers und über Aushänge informiert worden. Diese seien auch über den Elternbeirat weitergegeben worden. Die Eltern haben sich sehr rücksichtsvoll verhalten.“ Die Verantwortliche konnte noch keine Aussagen bezüglich einer Notbetreuung machen, da sie noch auf Rückmeldungen warte. 

Ohne große Probleme in die neue Woche

Ohne große Probleme sind auch die beiden kommunalen Einrichtungen in die neue Woche gestartet. Sowohl in der Kita und Familienzentrum Wansbeckplatz als auch in der Kita „Villa Kunterbunt“ in Dahlerbrück seien wenige bis überhaupt keine Kinder betreut worden, sagt Anja Wolf vom Fachbereich Bildung, Kultur und Sport. Für die kommende Zeit werde man die benötigten Notbetreuungen mit dem Personal stemmen können. Es seien gute Regelungen diesbezüglich getroffen worden. Die entsprechenden Vordrucke, die Eltern, die in systemrelevanten Schlüsselpositionen arbeiten und eine Betreuung für ihre Kinder benötigen, seien an die Einrichtungen weitergegeben worden.

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