Schulkooperation zunächst vom Tisch

In einer gemeinsamen Ratssitzung hatten sich die Fraktionen aus Halver und Schalksmühle am 29. Februar in der AFG-Aula (Foto) darauf geeinigt, eine interkommunale Schule an beiden Standorten umzusetzen – das gelang jedoch nicht. - Archivfoto: Weber

HALVER - Es wird auf absehbare Zeit keine gemeinsame weiterführende Schule Halvers und Schalksmühles geben: Das ergaben die Beratungen beider Kommunen am Mittwoch in der Volmegemeinde.

Wie Thomas Gehring, Fachbereichsleiter „Bürgerdienste“, am Tag darauf in einer gemeinsamen Erklärung mitteilte, sehen die Nachbarn „nach intensiven Beratungen aktuell keine realistische Möglichkeit, den am 29. Februar 2012 in der gemeinsamen Sitzung der Räte gefassten Beschluss mit einer (Sekundar-) Schule an beiden Standorten umzusetzen“. Und weiter: „Sie betonen den Willen, künftig die Entwicklung einer gemeinsamen Schullandschaft trotzdem weiter zu verfolgen.“ Was das konkret heißt, erläuterte Gehring auf AA-Anfrage: „Es gibt ja weiterhin die Kooperation an der Susannenhöhe, die wir nach wie vor pflegen.“ Zudem verweist der Fachbereichsleiter darauf, dass sich einige für die Gründung einer interkommunalen Sekundarschule geltenden Regularien durchaus ändern könnten.

Nach AA-Informationen waren es nämlich genau diese Regularien, die die Schalksmühler Seite von dem Vorhaben abrücken ließen: Wie bereits berichtet, ergaben erste Schätzungen eine zu geringe Schülerzahl, um eine Sekundarschule an zwei Standorten einrichten zu können. Mit nur einem Standort in Halver wollte sich Schalksmühles Bürgermeister Jörg Schönenberg jedoch nicht zufrieden geben.

„Es ist eigentlich zu erwarten, dass sich bei den Vorgaben etwas tun wird. Schließlich hat ja das Land ein starkes Interesse, dass die Sekundarschulen Fuß fassen. Da ist es schade, dass das für ein Gebiet, das fast 30 000 Einwohnern umfasst, nicht möglich ist“, so Thomas Gehring, der die Schulzukunft in Halver nun aber nicht zu den Akten legen, sondern weiter im Auge haben will, wie es angesichts immer geringerer Schülerzahlen in der Stadt im Grünen weitergehen könnte. „Wir werden uns mit der Situation intern weiter beschäftigen.“ - Frank Zacharias 

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