Ausschuss empfiehlt: Obere Hagedornstraße wird aufgeschoben

Oesterberg hat Priorität: KAG-Sanierung ab 2018

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Die Spiegelung der Pfütze im Novemberregen ist nur optisch reizvoll. Doch für Politik und Straßenbau-Fachleute zeugt sie vom desolaten Zustand von Fahrbahn und Gehwegen am Oesterberg.

Halver - Auf der Prioritätenliste der Stadt zur Straßensanierung ist der Oesterberg nach oben gerückt. 2018 könnte die Sanierung von Fahrbahn und Randanlagen beginnen.

Am Dienstag stand für den Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vor der regulären Sitzung zunächst ein Ortstermin an. Anlass war der Protest von Anwohnern der oberen Hagedornstraße, die eine Straßensanierung für unnötig halten. Hintergrund: Ihr Straßenabschnitt wäre die nächste Maßnahme der Straßensanierungen in Halver nach Kommunalabgabengesetz, was bedeutet, dass sie auch finanziell beteiligt würden, wenn Straße, Bürgersteige und Einbauten neu hergestellt würden. Als Anliegerstraße bestehe kein Handlungsbedarf, so ihre Einschätzung.

Tatsächlich ist die Straße aber kaputt. Christoph Stillger, Straßenfachmann der Verwaltung, erklärte auch, warum. Bordsteine sind abgesackt, die Fahrbahndecke rissig, der gesamte Aufbau zu dünn. Sickert im Winter Wasser ein und friert wieder hoch, platzt die Oberfläche hoch und hinterlässt Schlaglöcher.

Reparaturen haben nur vorübergehend geholfen. Zusammen mit der Thomasstraße, dem Oesterberg, Am Nocken und Am Weißen Pferd trägt die Wohnstraße mit den in der Regel Einfamilienhäusern die Note 4. Viel schlechter geht nicht.

Am Oesterberg sieht‘s ähnlich aus. Bordsteine ragen fünf Zentimeter hoch wie schlechte Zahnreihen zwischen Fahrbahn und Gehwegen. Ohne Längs- und Quergefälle steht das Regenwasser in großen Pfützen.

„Die Straßen sind beide kaputt.“ Das sagt Ausschussvorsitzender Martin Kastner. Und der Eindruck bleibt unwidersprochen auch in der Aussprache im Anschluss im Rathaus.

Grund für die neue Priorisierung ist letztlich, dass am Oesterberg mehr Menschen wohnen und mehr Verkehr herrscht. Wo profitieren mehr Menschen von einer guten Straße, das ist die Frage, die CDU-Fraktionschefin Martina Hesse umtreibt. Das ist am Oesterberg der Fall und auch schließlich Konsens im Ausschuss nach der Begehung. Ein paar Quadratmeter Hagedornstraße sollen aber ebenfalls noch hergestellt werden. Im neu gemachten Einmündungsbereich zum Bahnhofsgelände würde die Straße auch grundsaniert, ebenfalls mit breiteren Gehwegen und einer robusten Oberfläche, die einige Jahrzehnte halten soll.

Die obere Hagedornstraße ist im Anschluss dran, danach Am Weißen Pferd und Am Nocken, so der Plan. Und klar war jedem im Ausschuss am Dienstag auch, dass mehr Geld in die Infrastruktur fließen müsste, um nicht immer wieder teuer reparieren zu müssen. Die Prioritätenliste, auch das war am Dienstag klar, soll allerdings jedes Jahr neu hinterfragt werden. Und die endgültige Entscheidung liegt beim Rat.

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