Als Halver noch günstig war

Der Hebesatz in Halver wurde bereits zum 1. Januar 2012 um 39 auf 430 Prozent erhöht.

HALVER ▪ Alljährlich veröffentlichen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder die deutschlandweiten Grund- und Gewerbesteuer-Hebesätze der Kommunen. Seit Freitag ist nun der vergleichende Blick auf die Erhebung für 2011 möglich – und dabei zeigt sich, dass Halver im vergangenen Jahr noch als vergleichsweise „günstig“ galt.

Im Bereich der für Hauseigentümer wichtigen Grundsteuer B zählte die Stadt im Grünen gemeinsam mit Nachrodt-Wiblingwerde, Plettenberg (jeweils 381 Prozent) und Meinerzhagen (380) zu den vier eigentümerfreundlichen Kommunen im Kreis, deren Hebesatz unterhalb der 400-Prozent-Marke lag. Doch sind diese Werte bekanntlich längst Geschichte: So wurde der Hebesatz in Halver bereits zum 1. Januar 2012 um 39 auf 430 Prozent erhöht. Auch, wie Kämmerer Markus Tempelmann im vergangenen Jahr betonte, weil der fiktive Hebesatz des Landes, an dem sich die Zuwendungen aus Düsseldorf orientieren, bereits 2011 bei 413 Prozent lag. Und so reagierten auch andere Kommunen im Kreis: Meinerzhagen plant für das kommende Jahr eine Erhöhung auf 415 Prozent, besonders stark sind jedoch die Grundbesitzer in Nachrodt-Wiblingwerde von einer Erhöhung betroffen. Die Doppelgemeinde musste die Grundsteuer B aufgrund ihrer (Zwangs-)Teilnahme an der ersten Phase des Stärkungspaktes von 381 auf 720 (!) Prozentpunkte erhöhen.

Im Mittelfeld lag Halver im vergangenen Jahr bei der Grundsteuer A (230 Prozent) und bei der Gewerbesteuer (423 Prozent), für die bislang jedoch keine Erhöhungen anstehen, wie Bürgermeister Dr. Bernd Eicker am Freitag auf Anfrage nochmals bestätigte.

Wie das Landesamt für Statistik mitteilte, lag die Spanne der Grundsteuer A bei den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zwischen 150 Prozent (Langenfeld/Rheinland und Verl) und 402 Prozent in Selm. Den geringsten Hebesatz bei der Grundsteuer B meldeten mit 265 Prozent Schloß Holte-Stuckenbrock und Verl, die höchsten Werte verzeichneten mit 590 Prozent, Essen, Solingen, Leverkusen, Nottuln und Düren. ▪ zach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare