Chance für Grundschule Oberbrügge

+

Halver - Für die Fortführung der Grundschule Oberbrügge gibt es eine politische Mehrheit. SPD, UWG und Grüne wollen der Schule die Chance bieten, sich inhaltlich und pädagogisch zukunftssicher auszurichten. Dafür bleibt Zeit bis zum September.

Auf folgende Eckpunkte haben sich die Fraktionsspitzen in der Nacht auf Dienstag verständigt: 

Ziel ist, die Grundschule Oberbrügge nach § 83 des Schulgesetzes NRW als Teilstandort zu erhalten.

Zum Schuljahresende 2017/2018 läuft die Grundschule Oberbrügge in der jetzigen Form aus.

Ab Schuljahr 2018/2019 kann die Grundschule Oberbrügge nur noch als Teilstandort einer Halveraner Grundschule (Auf dem Dorfe oder Lindenhofschule) weitergeführt werden.

Diese Teilstandortlösung ist durch die Schulkonferenz der Grundschule vorzubereiten.

Die Schulkonferenz der Grundschule Oberbrügge reicht dazu ihre Empfehlungen bis zum September 2016 beim Schulträger ein.

Der Schulträger prüft und bewertet die Tragfähigkeit des Konzepts. Der Rat berät und beschließt in der Ratssitzung am 4. Oktober 2016.

Mitwirkung von Schule und Eltern

In mehrstündigen Sitzungen gemeinsam mit Eltern und Verantwortlichen aus dem Ortsteil habe man „den Veränderungswillen spüren können“, gab Werner Lemmert, UWG-Fraktionschef und Vorsitzender des Fachausschusses für Bildung und Jugend, seine Einschätzung wieder. „Wir haben jetzt einen Prozess mit der Einbindung der Schulgemeinde“, machte Martin Kastner, Fraktionsvorsitzender der SPD deutlich. Und Grünen-Fraktionschef Karl-Friedrich Osenberg sieht im Beschlussvorschlag für den heute tagenden Ausschuss (17 Uhr, Lindenhofschule) „eine zukunftsfähige Lösung“, die allerdings auch Schule und Eltern die Bereitschaft zur Mitwirkung abverlange.

Die Beschlusslage geht zurück auf das Votum der Grünen-Fraktion, die den Vorschlag auf Schließung der Grundschule nicht mitgetragen hätte, wie Osenberg sagt. Damit aber wäre es letztlich im Rat zur Kampfabstimmung gekommen mit voraussichtlich einer Stimme Mehrheit für oder gegen die Schließung. „Das wäre in keinem Fall ein Gewinn gewesen“, sagt dazu Kastner. Man habe aus der Situation in Oberbrügge auch gelernt, dass in der Schulpolitik ein Konsens gefunden werden müsse. Im Gespräch mit den Eltern sei zudem der Wunsch nach einer Entschleunigung der Diskussion deutlich geworden. „Das geht jetzt.“

Optimierung bei Kosten

Wie der Schulstandort Oberbrügge in einigen Jahren aussehen wird, ist offen. Nötig sei viel Arbeit seitens der Schule. Der Vorteil einer Lösung als Teilstandort liege unter anderem darin, dass nicht in jedem Jahr neu über aktuelle und kommende Schülerzahlen diskutiert werden müsse. In dieser Form sei die Fortführung des Schulbetriebs rechtlich sogar mit lediglich 46 Schülern möglich. Ob Kooperationspartner letztlich die Lindenhofschule oder die Schule Auf dem Dorfe sein werde, liege an der Einschätzung der Schulkonferenz, ebenso an der Beantwortung der Frage, ob Oberbrügge ein offenes Ganztagsangebot benötigt.

Auch an anderer Stelle sieht die Politik die Schule in der Pflicht. Ziel des Verwaltungsvorschlages war, erhebliche Einsparungen zu realisieren. Auch in dieser Hinsicht erwartet man Vorschläge für Optimierungen, werde die Schule in jeglicher Sicht unterstützen für Vorschläge, die aber von innen kommen müssten.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Grundschule Oberbrügge:

- FDP: Gegenvorschläge für Halvers Schulen

- Schulschließung in Oberbrügge sorgt für kochende Emotionen

- Oberbrügge kämpft gegen drohende Schulschließung 

- Oberbrügge: Sorge um Zukunft der Grundschule

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare