dm hat Halver als möglichen Standort im Blick

HALVER ▪ Unternehmen haben soziale Netzwerke wie Facebook schon lange für sich entdeckt, um auf Kundenfang zu gehen. Eine Halveranerin dreht den Spieß nun um. Sie geht auf Firmenfang.

Tanja Wingenbach hat eine Facebook-Gruppe gegründet, die sich die Ansiedlung eines dm-Drogeriemarkts zum Ziel gesetzt hat. Das Engagement könnte von Erfolg gekrönt sein. Wie Lars Bücking, Expansionsleiter Nord-West, auf Anfrage des AA erklärte, beschäftigt sich sein Unternehmen tatsächlich mit Halver als möglichen Standort für eine Filiale. Konkretes gebe es aber noch nicht zu vermelden. „Wir stehen in losem Kontakt, man hat miteinander telefoniert“, erzählte Bücking von Gesprächen zwischen dm und Stadtverwaltung. Da sich die Planungen für das Bahngelände aber in einem für einen Filialisten sehr frühen Stadium befänden, könne man noch nicht mehr über eine mögliche dm-Zukunft in Halver sagen.

Allerdings komme die Stadt im Grünen durchaus für eine Ansiedlung in Frage, da wichtige Kennzahlen hier grundsätzlich stimmen würden. „Wir benötigen einen Ort mit einem direkten Einzugsgebiet von 20 000 Einwohner. Zuzüglich der Randgebiete der Nachbarstädte käme das hin“, so Bücking. Als größte Schwierigkeit sieht er jedoch den fehlenden Raum für eine dm-Filiale. Die müsse mindestens über eine 500, besser noch über eine 600 Quadratmeter große Verkaufsfläche zuzüglich 120 bis 150 Quadratmeter Lager- und Nutzfläche verfügen. Die ehemaligen Schlecker-Filialen sind also ohnehin nicht zur Übernahme geeignet – und auch der aktuelle Standort von „Ihr Platz“ käme, wenn die Kette im Zuge der Schlecker-Pleite ebenfalls schließen müsste, nicht in Frage.

Bliebe also das zu entwickelnde Bahngelände. „Diese Pläne sind uns durchaus bekannt“, so Bücking. Hier könnte sich das Unternehmen eine Fachmarkt-Lösung nach Vorbildern in Kierspe (Wildenkuhlen) oder Breckerfeld (Windmühlen-Center) vorstellen. Dort sind gleich mehrere Geschäfte mit großem Parkplatz angesiedelt. Ob es aber dazu oder zu anderen Lösungen kommt, wird sich bekanntlich erst nach der Ausschreibung durch die Stadt entscheiden, die in den kommenden Monaten auf den Weg gebracht werden soll. - Frank Zacharias

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