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Mittwoch Mahnwache für Frieden am Alten Markt

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Von: Florian Hesse

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Immer wieder gehen zahlreiche Menschen für Frieden in der Ukraine und Europa auf die Straße, wie hier in Hamm. 
Immer wieder gehen zahlreiche Menschen für Frieden in der Ukraine und Europa auf die Straße, wie hier in Hamm.  © © Andreas Rother

„Wir fordern den Stopp der Aggression Putins und den Weg freizumachen für einen Waffenstillstand und zu Friedensgesprächen“, sagt Martin Kastner, SPD-Fraktionsvorsitzender. Das ist der Hintergrund für eine Mahnwache, zu der alle politischen Kräfte in Halver gemeinsam für Mittwoch, 2. März, um 18 Uhr am Alten Markt in Halver aufrufen.

Halver - Die SPD habe die Veranstaltung als Ortsverband angemeldet, sagt deren Vorsitzender Martin Kastner. Wichtig sei ihm aber, dass die Initiative von allen im Rat vertretenen Fraktionen und auch den Kirchengemeinden unterstützt werde. Etwa eine Stunde lang wird der offen ausgetragene kriegerische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine in der offenen Veranstaltung im Fokus der Halveraner Bürger stehen. Angemeldet ist die Mahnwache für 100 Menschen. „Wir rechnen aber eigentlich mit mehr“, sagt Kastner. Mit im Boot werden Vertreter der Flüchtlingshilfe sitzen, aber auch die Halveraner Kirchengemeinden, die dabei sind, sich im Vorfeld untereinander abzustimmen.

Erst am vergangenen Freitag habe er den weiteren Beteiligten den Vorschlag unterbreitet und sei auf bedingungslose Zustimmung und spontane Unterstützung gestoßen. Vorgesehen seien nach einer Begrüßung Redebeiträge von Bürgermeister Michael Brosch als Hauptredner, mit Stand von jetzt eine ökumenische Ansprache durch Pfarrer Christoph Dickel und – wenn gewünscht – ein gemeinsames Gebet für den Frieden im Anschluss. Ganz konkrete Hilfe sollen geflüchtete Kinder und Frauen aus der Ukraine erfahren mittels einer Spendensammlung.

Wir stehen auf der Seite des ukrainischen Volkes, dass seine Demokratie verteidigt und damit letztlich um die Werte von Freiheit und Demokratie von uns allen.“

Martin Kastner, Veranstalter

Dass eine Mahnwache im kleinen Halver den russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht von seinem Aggressionskurs gegenüber dem Brudervolk abbringen werde, ist Martin Kastner ebenso klar wie Bürgermeister Michael Brosch. Doch es gehe jetzt darum, ein Zeichen zu setzen für den Frieden in Europa. „Wir stehen auf der Seite des ukrainischen Volkes, dass seine Demokratie verteidigt und damit letztlich um die Werte von Freiheit und Demokratie von uns allen.“

Signal auch nach Russland

Ebenso wichtig sei dieses Signal in Richtung der Bürger Russlands, die sich offen gegen den Bruderkrieg aussprächen und damit ihr Leben und ihre Gesundheit in Gefahr brächten.

Ausdrücklich spricht Kastner von „Putins Krieg“ und „Putins Aggression“, die auf beiden Seiten unnötige Opfer forderten. „Wir trauern am Mittwoch mit den Angehörigen.“ Und ein solches Signal der Solidarität werde durchaus auch von den Menschen in der Ukraine wahrgenommen.

„Ich würde mich freuen, wenn am Mittwoch viele kommen.“

Michael Brosch, Bürgermeister

„Ich würde mich freuen, wenn am Mittwoch viele kommen. Das ist eine der wenigen Möglichkeiten, die wir haben, um diese Katastrophe für die ganze Welt anzuprangern“, stellt auch Bürgermeister Brosch im Gespräch mit unserer Redaktion heraus.

Was die Stadt Halver darüber hinaus tun könne, werde sie leisten. „Wir stellen uns auf Flüchtlinge ein, und wir werden sie nicht im Regen stehen lassen“, kündigt er an. Es müsse jedem klar sein, dass er über die kriegerischen Verwerfungen und beispielsweise hohe Energiepreise auch persönlich zur Kasse gebeten werde. Doch es sei auch Zeit zu dokumentieren: „Das ist es mir wert!“

Corona-Regeln

Veranstalter der Mahnwache und der Bürgermeister der Stadt Halver bitten die Teilnehmer im Vorfeld darum, die geltenden Corona-Bestimmungen zu beherzigen. Dazu gehören das Einhalten von Abständen und das Tragen einer Maske, auch wenn die Veranstaltung im Freien stattfindet.

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