Barrierefreie Bushaltestellen bis 2022

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Barrierefrei soll unter anderem der Busbahnhof am Schulzentrum werden. Dabei sollen auch die Wartehäuschen ersetzt werden.

Halver - Ein Dutzend Bushaltestellen in der Innenstadt, darunter die beiden ZOB an der Bahnhofstraße und am Schulzentrum sollen ab 2020 modernisiert und barrierefrei umgebaut werden.

Die Baumaßnahmen an den Haltestellen im Stadtgebiet stehen auf der Tagesordnung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, der zum ersten Mal in diesem Jahr am 19. Februar zusammenkommt.

Bis Januar 2022 müssen sämtliche Haltestellen des ÖPNV barrierefrei sein – so sieht es das Personenbeförderungsgesetz vor. Auch in Halver müssen gemäß dieser gesetzlichen Vorgaben rund 60 ÖPNV-Haltestellen (etwa 120 straßenseitige Haltepunkte) im Innen- und Außenbereich umfangreich umgebaut werden. 

Dies diene der dringenden Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, „insbesondere aber dem selbstbestimmten und unabhängigen Nahverkehr in ihrer Mobilität eingeschränkter Menschen im Sinne des Personenbeförderungsgesetzes“, heißt es in der Beschlussvorlage. 

Zwölf Haltestellen im Fokus

Der Schwerpunkt soll dabei zunächst auf folgenden zwölf Haltestellen im Innenstadtbereich liegen:

  • ZOB Bahnhofstraße 
  • ZOB Schulzentrum 
  • Eichholz 
  • Langenscheid 
  • Schulstraße 
  • Karlshöhe
  • Goethestraße 
  • Friedhof 
  • Leye 
  • Weißenpferd 
  • Mittelstraße.

Das Gesamtbauvolumen soll laut Beschlussvorlage inklusive Nebenkosten rund fünf Millionen Euro betragen. „Der Ausführungszeitraum wird je nach Verfügbarkeit der finanziellen Mittel zunächst mit 2020 bis 2022 angenommen“, heißt es und weiter: „Die Fördermittel sind ,projektscharf’ jährlich neu zu beantragen.“ 

Laut Vorlage ist die Reihenfolge der aufgelisteten Haltestellen zufällig, allerdings soll tatsächlich mit den Umbaumaßnahmen der zuerst aufgeführten Busbahnhöfe begonnen werden. Der entsprechende Förderantrag wurde aus Termingründen bereits zum 31. Januar beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) gestellt. 

1,83 Millionen Euro Gesamtkosten

Bei kalkulierten Gesamtkosten (inklusive Nebenkosten) von rund 1,83 Millionen Euro wird der Eigenanteil der Stadt Halver laut Vorlage mit 403 288 Euro angesetzt. „Da der NWL nicht generell 90 Prozent der Bauleistungen fördert, sondern für bestimmte Bauteile Förderobergrenzen anwendet, steht die tatsächliche Zuwendung erst nach Antragsprüfung und Bearbeitung fest“, heißt es. Die noch erforderliche Feinabstimmung mit dem Fördergeber werde sich aber nach der jetzigen Einschätzung kostenmindernd auswirken. 

An beiden Busbahnhöfen sollen die Gehwege, Ein- und Ausstiegsflächen sowie Warteflächen barrierefrei umgebaut werden. Beide Busbahnhöfe sollen ein elektronisches Fahrgastinformationssystem erhalten. Ebenfalls soll die Ausstattung mit Bänken und Mülleimern erneuert werden. Am ZOB Schulzentrum werden außerdem Orientierungsstreifen und -flächen eingebaut. 

„Des Weiteren ist vorgesehen, die schadhaften und problematischen, dreiseitig geschlossen Betonwartehäuschen, gegen transparent verglaste Wartehäuschen zur Vermeidung von Angsträumen auszutauschen.“ Die Asphaltdecke am ZOB Schulzentrum soll zudem saniert werden. 

Die Asphaltdecke soll im Zuge der Arbeiten ebenfalls saniert werden.

Sanierungsbedarf hat auch die Fahrbahn des ZOB Bahnhofstraße. Hier soll allerdings die Pflasterung, die für Schwerlastverkehr in diesem Bereich ungeeignet sei, gegen eine Asphaltdecke ausgetauscht werden. „Aufgrund der zentralen Lage ist zudem vorgesehen, den ZOB mit Fahrradboxen/E-Ladestationen zu versehen um E-Bikern einen fußläufigen Besuch der Innenstadt zu ermöglichen“, heißt es in der Vorlage.

Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen tagt am kommenden Dienstag, 19. Februar. Um 17 Uhr geht es dann im Sitzungssaal des Rathauses an der Thomasstraße mit der öffentlichen Sitzung los.

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