Neue Ermittlungen gegen Landwirt

Nicht alle Kühe der Leasinggesellschaft aus Wismar konnten auf dem Hof des Halveraner Landwirts gefunden werden.

Halver - Wieder steht der Halveraner Landwirt Tobias Feckinghaus im Mittelpunkt von Ermittlungen der Hagener Staatsanwaltschaft. Dieses Mal geht es jedoch nicht um Gülle, sondern um möglicherweise verschwundene Kühe.

Wie Recherchen des Allgemeinen Anzeigers ergaben, handelt es sich um einen Streit zwischen dem Halveraner Landwirt und der HW Leasing GmbH aus Wismar. Von dieser hatte Feckinghaus einige Tiere geleast. Von gut 90 Kühen ist nach AA-Informationen die Rede. Nachdem Feckinghaus mit den Zahlungen in den Rückstand geriet, sollten die Tiere abgeholt werden. Wie bereits berichtet, wurden 44 Kühe beschlagnahmt. Die restlichen Kühe seien nicht mehr auf dem Hof oder nicht richtig gekennzeichnet gewesen. Eine Kuh ließ sich zudem nicht verladen.

„Es geht jetzt um die geleasten Tiere. Einige sind offensichtlich auf dem Hof verendet oder wurden sogar geschlachtet“, teilte am Freitag Staatsanwalt Dr. Gerhard Pauli auf Anfrage mit. Dies sei der Leansinggesellschaft jedoch nicht gemeldet worden. „Wenn Sie Ihren geleasten Wagen kaputt fahren, müssen Sie das auch dem Autohaus melden“, erklärte Pauli.

Weiter wollte sich der Staatsanwalt nicht zu diesem Verfahren äußern. Die Ermittlungen würden derzeit laufen.

Um welche Summen und wie viele verschwundene Tiere es sich tatsächlich handelt, ist unklar. Allerdings kostet eine gute Milchkuh im Schnitt zwischen 1500 und 2500 Euro.

Nach wie vor laufen zudem auch noch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Bezug auf den Gülleunfall. Im März waren aus den Tank des Hofes mehrere Tausend Kubikmeter Gülle in die Neye geflossen. Feckinghaus selbst sagt: „Das war ich nicht, das war Sabotage.“ Bereits vor zwei Wochen kündigte die Staatsanwaltschaft an, Ende August einige Neuigkeiten zu diesem Fall zu veröffentlichen. - lm

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