Mehr Fahrräder auf die Straße bringen

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So geht Verkehrsberuhigung: Das Kopfsteinpflaster bremst Pkw wie Fahrräder wirksam aus. Komfortabel ist es allerdings im Fahrradsattel nicht. Rennräder mit acht Bar Reifendruck geben den Zustand des Belags wirksam weiter.

Halver - Die CDU-Fraktion im Halveraner Rat wird bei künftigen Entscheidungen darauf drängen, Belange von Radfahrern stärker zu berücksichtigen.

Zu den Überlegungen innerhalb der Fraktion zählen folgende Punkte:

  • Markierungen auf Straßen, die Radfahrern erlauben, dort zu fahren, und die auch Autofahrern bewusst machen, dass mit Radfahrern zu rechnen ist 
  • das Entfernen von Schildern, die das Radfahren verbieten wie die ausschließliche Ausweisung als Fußweg. Dort, wo es sinnvoll und möglich sei, sollten diese Beschilderungen ersetzt werden durch kombinierte Schilder für Fuß- und Radwege
  • die Überprüfung von Möglichkeiten, wie mit einfachen Mitteln ein durchgehendes Radwegenetz insbesondere im Bereich von Schulen erstellt werden könnte.

Beschwerden von Anwohnern 

Aufgekeimt war das Thema unter anderem im Zusammenhang mit Beschwerden von Anwohnern aus Anschlag und Schwenke. Auf der Kreisstraße 7 zwischen den Ortschaften sei die Nutzung des Fahrrads insbesondere am Wochenende kaum mehr möglich, weil dort in großer Zahl Motorräder mit 100 km/h und mehr unterwegs seien, hatte unlängst Kurt-Dietrich Neuhaus im Rat moniert. 

Es gehe darum, „anzufangen, etwas zu verändern, und den Trend weg vom Pkw hin zum Fahrrad nicht zu verschlafen“, sagt beispielsweise Monika Ebbinghaus, die mit mehreren Fraktionskollegen das Thema in der Vergangenheit aufgegriffen hatte. 

Kritische Stellen an B 229

Als kritische Stellen innerorts sehen die Initiatoren die Bundesstraße 229 im Bereich Eichholz von der Einmündung Falkenstraße bis in die Innenstadt. Der Bürgersteig ist dort nutzbar für Fußgänger und radfahrende Kinder. Im Übrigen aber teilen sich dort Radler den knappen Verkehrsraum mit Pkw und Schwerverkehr. 

Halvers komplette Fahrrad-Infrastruktur auf einen Blick. Zwei Schutzstreifen an der Hagedornstraße – das ist alles.

Aus den Augen eines Fahrradfahrers problematisch sei auch die obere Mühlenstraße zwischen Bächterhof und Anne-Frank-Gymnasium zu Schulbeginn, ebenso die Goethestraße um diese Uhrzeit – um kurz vor 8 Uhr. Außerorts schwierig seien insbesondere die genannten Bereiche bei Schwenke und Anschlag, aber auch Schanzmannsmühle und Kerspetal. 

Es werde im Nachhinein kaum gelingen, Halver mit einem flächendeckenden Radwegenetz auszustatten, stellt Ebbinghaus fest. Hilfreich aber wären eben Kennzeichnungen, die auf Radfahrer aufmerksam machen und ihnen ein subjektives Sicherheitsgefühl vermittelten, das wiederum zur eigenen Fahrsicherheit beitrage. 

Thema im nächsten Ausschuss

Inwieweit das möglich ist, könnte sich vielleicht schon in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Planung und Umwelt klären. Auf Nachfrage von Horst Höfer (CDU) hatte die Verwaltung zugesagt, einen Vertreter von Straßen.NRW zu diesem Thema einzuladen.

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