Restaurierter Aussichtsturm wiedereröffnet

Wahrzeichen der Stadt Halver wieder zugänglich

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Strahlende Gesichter bei der Schlüsselübergabe: Architektin Cathrin Brückmann, Wilhelm Helbert (Vorsitzender des Heimatvereins/Mitte) und Bürgermeister Michael Brosch.

Halver – Der Vorsitzende des Heimatvereins Halver, Wilhelm Helbert, sprach mit Stolz in seiner Stimme von „einem besonderen Moment“, zu dem statt „jetzt 16 Leuten normalerweise wohl eher 160 Personen gekommen wären. Aber die große Feier holen wir nach.“

Auf den Tag genau 127 Jahre nach der Einweihung des 23,5 Meter hohen Halveraner Aussichtsturms an der Karlshöhe wurde das Wahrzeichen der Stadt am Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feierstunde wiedereröffnet. Dass ab Samstag wieder die Bürger der Stadt den imposanten Ausblick aus 460 Metern über dem Meeresspiegel nach Besteigung der 100 Stufen genießen dürfen, ist vor allen Dingen der Initiative Aussichtsturm zu verdanken, die der Heimatverein im Jahr 2009 ins Leben rief. 

Arbeiten noch nicht vollends abgeschlossen

Dank zahlreicher Spendenaktionen konnten mehr als 200 000 Euro gesammelt werden, die damit allein schon ein Viertel der Gesamtkosten in Höhe von 800 000 Euro abdeckten, die nötig waren, um den Turm wieder sicher begehbar zu machen und ihn dementsprechend zu restaurieren und renovieren. Auch die Stadt war mit einer Gesamtsumme von 350 000 Euro entscheidend an dem Vorhaben beteiligt, ebenso wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (100 000 Euro), die NRW-Stiftung (100 000 Euro), deren Vorsitzender und ehemaliger NRW- Umweltminister, Eckhard Uhlenberg, selbst vor Ort war, und die Bezirksregierung Heimatschutz (25 000 Euro). 

Lichttechniker Groll arbeitet im Herbst noch am Turm

Die Renovierungen am Turm sind dabei noch nicht ganz abgeschlossen, im Herbst wird der Lüdenscheider Lichttechniker Tom Groll noch Arbeiten durchführen. „Er wird in der Dunkelheit den Charakter des Turms nochmal verändern“, versprach Bürgermeister Michael Brosch, der seinen Dank für das Gelingen des Projekts Aussichtsturm an den gesamten Heimatverein, aber auch an die Architektin Cathrin Brückmann richtete, deren Ur-Ur-Großvater Carl Brückmann sich einst mit seinem Bauunternehmen für den Bau des Aussichtsturms verantwortlich zeichnete. 

„Ich hatte sehr viel Spaß und Freude an dem Projekt und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen“, freut sich Brückmann über das sehr gelungene Endergebnis. Der Aussichtsturm ist wieder ein Schmuckstück, der auch in Corona-Zeiten besichtigt werden kann. Für den morgigen Samstag sind alle Tickets vergriffen, doch für die folgenden Samstage gibt es noch Karten. Die Buchungen sind im Internet unter www.heimatverein-halver.de möglich. Coronabedingt dürfen derzeit nur vier Besucher gleichzeitig den Turm besteigen.

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