Ein Chihuaha stirbt

Hunde im Hälvertal vergiftet - "Blaue Substanz" verdächtig

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Symbolfoto

Halver - Zuerst machte die grausige Nachricht in der Facebook-Gruppe „Du bist Halveraner wenn...“ die Runde: Zwei Chihuahuas sollen am Dienstagvormittag im Bereich der Fischteiche unterhalb der Herpine mit einem Fress-Köder vergiftet worden sein. Für ein Tier kam jede Hilfe zu spät.

Unsere Zeitung hat mit der behandelnden Tierärztin, die nicht mit Namen erwähnt werden möchte, Kontakt aufgenommen. Sie sagt: „Nach dem Spaziergang ist die Halterin nach Hause gegangen, dann hat sie die Wohnung für rund drei Stunden verlassen. Als sie zurückkehrte, hatten die Hunde eine blaue Substanz erbrochen und plagten sich mit Krämpfen.“

Die Halterin sei daraufhin sofort zur Praxis gefahren. „Dort haben wir Maßnahmen eingeleitet, um die Tiere schnellstmöglich zu entgiften.“ Doch für ein Tier kam jede Hilfe zu spät: Ein Hund sei an den Vergiftungen gestorben, der andere Chihuahua habe überlebt und sei auf dem Weg der Besserung.

Die Besitzerin habe der Ärztin versichert, dass die Hunde die Substanz definitiv nicht in der Wohnung hätten zu sich nehmen können. Jetzt konzentriert sich die Spurensuche auf die merkwürdige blaue Substanz: „Wir haben Proben davon entnommen und an das toxikologische Institut der Ludwig-Maximilians-Universität geschickt.“ In zirka einer Woche habe man Gewissheit darüber, welche Inhaltsstoffe darin enthalten sind.

Blau- oder Schneckenkorn der Auslöser?

Obwohl man derzeit noch nicht genau sagen könne, ob die Tiere tatsächlich vergiftet wurden, hegt die Ärztin einen Verdacht: „Ich gehe davon aus, dass das, was die Tiere dort zu sich genommen haben, nicht in den Wald gehört. Möglicherweise waren es chemische Gifte wie Blau- oder Schneckenkorn. Ich bin da sehr vorsichtig, aber der Verdacht einer Vergiftung liegt nahe.“ Bei Blaukorn handelt es sich um einen stark konzentrierten Mineraldünger und bei Schneckenkorn um ein Mittel, das beispielsweise Schnecken von Gemüse fernhalten soll.

Bereits geringe Mengen reichen laut Veterinärin bei kleinen Hunden wie Chihuahuas aus, um sie zu vergiften.

Ihr Rat: „Man sollte die Tiere nicht von der Leine lassen und verstärkt aufpassen.“ Gerade vor dem Hintergrund, dass es in der Winterzeit morgens spät hell und abends früh dunkel werde. Hundebesitzer könnten schlecht erkennen, was ihre Tiere im Gebüsch oder Wegesrand zu sich nehmen.

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