Haus Waldfrieden hält Lockerungne für nicht zielführend

Corona-Lockerung in Pflegeheimen: Kritik an NRW-Minister Laumann

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Waldfrieden-Geschäftsführer Bernd Lauermann empfindet das Verhalten der Politik als "link".

Halver – Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Corna-Regeln für Besuche in Pflegeheimen gelockert und erlaubt seit vergangenem Samstag wieder ausdrücklich körperlichen Kontakt wie Umarmungen. Bernd Lauermann, Geschäftsführer der Halveraner Pflegeeinrichtung Haus Waldfrieden, hält die Lockerung für nicht zielführend und äußert zugleich Kritik an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

 „Wir möchten eigentlich kein weiteres Risiko eingehen und vorerst weiter so verfahren, wie wir es bisher gehandhabt haben. Die Politik drängt auf weitere Lockerungen und wir sollen es als ausführendes Organ ausführen. Ohne Absprache etwas autoritär zu verfügen, ist total link.“ Der Geschäftsführer bezieht sich dabei auch auf die Aussagen von Bernd Uhlenbruch, der als NRW-Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Alten und Behindertenhilfe (VDAB) tätig ist. Diesem Verband gehört auch das Haus Waldfrieden an. 

Lauermann strebt Mittelweg an

Uhlenbruch äußerte sich zu der neuen Corona-Schutz-Verordnung für NRW wie folgt: „Gesundheitsminister Laumann bringt mit seinem Aktionismus Pflegeunternehmen, Pflegekräfte, Angehörige und Pflegebedürftige in eine unmögliche Situation, wenn er quasi über Nacht die Besuchsregelungen in Pflegeeinrichtungen lockert und aktiv zu Besuchen mit Körperkontakt aufruft (...) Das kann fatale Folgen haben, für die der Minister dann aber sicher keine Verantwortung übernehmen, sondern mit dem Finger auf die Einrichtung zeigen wird.“ 

Lauermann strebt im Haus Waldfrieden weiterhin einen Mittelweg zwischen weiteren Lockerungen und einer zu großen Einschränkung der Bewohner an. „Bisher ist unser Konzept gut aufgegangen. Wir bieten den Bewohnern den größtmöglichen Schutz, ohne dabei die sozialen Komponenten zu vernachlässigen. Wir müssen weiter das Bewusstsein schärfen und unseren Bewohnern mit Wertschätzung gegenübertreten. Deswegen werden wir bei Besuchern auch weiterhin ein Kurz-Screening durchführen und bei Krankheitssymptomen direkt reagieren.“

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