Gemeindekarneval in Christus König

+

Halver - Für Männer Zutritt nur mit Sondergenehmigung. Die Mädels wollten unter sich sein bei der Weiberfastnacht der Gemeinde Christus König. Denn feiern können sie selber.

Das zeigten sie aufs Neue am Donnerstagabend im Pfarrer-Neunzig-Haus, und das nicht nur beim gut dreieinhalbstündigen Programm, das mehr als 20 Frauen der Gemeinde einstudiert und eingearbeitet hatten. 

Wer es noch sehen möchte, hat möglicherweise noch Chancen. Einige Karten für die dritte und letzte Vorstellung des Ensembles heute Abend ab 19.11 Uhr sind noch zu haben (Einlass 17.30 Uhr, 8 Euro). Es lohnt sich auf jeden Fall, ob bei den starken Tanzeinlagen zum Motto „Jeck Yeah“, mit dem bissigen Vortrag von „Oma Bergmann“, den Summerladies oder dem Rollatortanz. 

Der ganze Comedian-Trupp ist beteiligt am Lehrerzimmersketch, der so lange lustig stimmt, bis man ins Nachdenken kommt über Gegebenheiten und Gepflogenheiten nicht nur der Bildungslandschaft. 

Karneval in Christus König in Halver

In eine ähnliche Richtung marschierte kurz darauf übrigens Pfarrer Claus Optenhöfel. Auf seine Büttenrede hatten viele mit Spannung gewartet und wurden nicht enttäuscht. „GroKi“, die überkonfessionelle Großkirche, nahm er aufs Korn, und wer wollte, konnte leicht Parallelelen zur Bildung der GroKo in Berlin erkennen: „Wo GroKo lahmt und schrecklich eiert, wird bei uns GroKi schon gefeiert“, unkte Optenhöfel. 

Frauenpower à la Helene Fischer, Schlagerboom und noch mehr Tanz – es ging was ab auf und vor der Bühne. Die Pausen, die das Ensemble zum Umziehen brauchte, benötigte das Publikum dabei nicht. War die Bühne frei, wurde sie zur Tanzfläche. Dann war der Saal halb leer, und auf den Bühnenbrettern wirbelten die wilden Weiber. 

Ein Verdienst war das nicht zuletzt von Marc Bröker und seinem Assistenten Lukas, die durchweg Tanzbares an die Boxen schickten. Doch der schönste Moment des Abends war ein Geburtstagsständchen. Annemie Nösel, Seele des Ensembles, hatte krankheitsbedingt passen müssen. Und alle sangen für sie.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare